NOZ: Grüne fordern von Kartellbehörden Stopp der Fusion von Bayer und Monsanto
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Fusion von Bayer und Monsanto
Hofreiter: Neuer Konzern würde Machtgefälle zwischen Agroindustrie
und Bauern weiter verschärfen - "Die Folge ist Ödnis auf den Feldern"
Osnabrück. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die sich
anbahnende Übernahme des amerikanischen Agrarchemie-Riesen Monsanto
durch den Bayer-Konzern scharf kritisiert. "Wir brauchen im
Agrarbusiness weniger Machtwirtschaft und dafür mehr
Marktwirtschaft", sagte Hofreiter im Gespräch mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Der neue Konzern würde das
Machtgefälle zwischen Agroindustrie und Bauern weiter verschärfen. Im
Interesse der Verbraucher, der Umwelt und der Bauern sollten die
Kartellbehörden die Mega-Fusion von Bayer und Monsanto verhindern,
forderte der Grünen-Politiker. Bayer will den US-Agrarchemieriesen
Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen.
Die Fusionspläne zeigen laut Hofreiter, dass Bayer "Teil der
globalen Agroindustrie und der Feind der Kleinbauern" sei. "Die
Bayer-Bosse folgen reiner Gewinnmaximierung. Der geplante Deal würde
die Welt nicht besser machen, sondern schlechter", warnte der
Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. Zu erwarten sei weniger
Wettbewerb, mehr Druck auf die Bauern, mehr Gentechnik sowie "mehr
Ödnis auf den Feldern".
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Datum: 23.05.2016 - 13:03 Uhr
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