"Möglichkeiten und Risiken einer Tattoo-Entfernung" - Verbraucherinformation der DKV

"Möglichkeiten und Risiken einer Tattoo-Entfernung" - Verbraucherinformation der DKV

ID: 1365080

Tattoo (nicht) für immer?



Risiken Tatooentfernung (Bildquelle: ERGO Group)Risiken Tatooentfernung (Bildquelle: ERGO Group)

(firmenpresse) - Mehr als acht Millionen Deutsche tragen Tattoos. Der größte Anteil findet sich mit etwas über 20 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Manchen Oberarm, Rücken oder Unterschenkel ziert jedoch ein Tattoo, das dem Träger vielleicht längst nicht mehr gefällt. Das misslungene Schmetterlings-Tattoo, den Namen des Verflossenen oder den Rechtschreibfehler im Lebensmotto wollen Betroffene oft gerne wieder loswerden. Neue Technologien machen es leichter, die ungeliebte Körperkunst verschwinden zu lassen, dennoch bleiben Risiken. Was Tattoo-Träger über Möglichkeiten aber auch Gefahren der Tattoo-Entfernung wissen müssen, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.


Wie funktioniert eine Tattoo-Entfernung?

Nicht jeder liebt sein Tattoo ein Leben lang. Wer sich für eine Entfernung des Körperschmucks interessiert, sollte sich aber vorher genau informieren. "Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Tätowierung zu entfernen", weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte Enttätowieren. Bei dieser Methode sticht der Arzt mit der Tätowiernadel eine spezielle Creme in die betroffene Stelle. Diese "spült" die Tattoofarbe aus. Dabei entsteht eine dunkle Kruste. Sobald der Schorf abfällt, ist das Tattoo ein Stück weit verschwunden. Bei dieser Methode sind mehrere Sitzungen nötig. Eine weitere, sehr oft eingesetzte Methode ist der Laser. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich je nach Beschaffenheit des Tattoos unterschiedlich gut eignen. Bei einer Behandlung mit einem Nanosekundenlaser zum Beispiel, schießt der Arzt aus kurzer Entfernung Laserimpulse auf das Tattoo. Der Laserimpuls ist ein nahezu unsichtbarer Lichtblitz. Da er dennoch sehr intensiv ist, müssen sowohl der Arzt als auch der Patient eine Schutzbrille tragen. Das Laserlicht dringt zwei bis drei Millimeter in die Haut ein. Durch die aufgenommene Energie zerplatzen die Farbpigmente. Die einzelnen Bruchstücke transportiert der Körper über Lymphe oder Blutbahn ab. Das braucht Zeit, deshalb sollte der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen vier bis sechs Wochen betragen. Insgesamt können je nach Größe und Farbe des Tattoos bis zu 15 Laser-Behandlungen nötig sein. Mit jeder Sitzung verblasst das Tattoo mehr. Auch eine operative Entfernung des Tattoos oder die sogenannte Dermabrasion sind eine Möglichkeit, Tattoos zu entfernen. Bei einer Dermabrasion schleift oder fräst der Arzt die oberste Schutzschicht der Haut, die Epidermis, ab. "Egal, für welche Methode sich Tattoo-Träger entscheiden: Alle Behandlungen der Tattoo-Entfernung sollte in jedem Fall ein ausgebildeter Hautarzt übernehmen", empfiehlt der DKV Gesundheitsexperte.




Risiken einer Tattoo-Entfernung

Seit 2009 verbietet eine Tätowiermittelverordnung die Verwendung von Farbstoffen, an deren gesundheitlicher Unbedenklichkeit Zweifel bestehen. Dazu gehören etwa Azo-Farbstoffe, die auch in Autolack vorkommen. Doch bei vielen älteren Tattoos oder solchen, die im Ausland angefertigt wurden, finden sich teilweise noch giftige Farben. Bei Laser-Behandlungen wichtig zu wissen: Bisher gibt es keine Langzeitstudien, die erforschen, ob der Laser durch das Zersprengen krebserzeugende Giftstoffe, wie etwa aromatische Amine, freisetzt oder sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten ablagert. Generell gilt: Selbst bei optimaler Technik ist es nur in den seltensten Ausnahmefällen möglich, ein Tattoo spurlos verschwinden zu lassen. In der Regel bleibt selbst bei besten Bedingungen eine Veränderung der Oberflächenstruktur und der natürlichen Hautfarbe in dem betroffenen Areal zurück. Wie vollständig der Arzt ein Tattoo entfernen kann, hängt von mehreren Faktoren ab: Zum Beispiel von der Größe und Menge der Farbe, der Stelle am Körper sowie der Art der verwendeten Pigmente. Am besten lassen sich schwarze, blaue und rote Farbpigmente entfernen. An ihre Grenzen stoßen selbst modernste Laser bei violetten und gelben Farben. Und: Selbst nach einer vollständigen Farbentfernung kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild (eine sogenannte Hypopigmentierung) vorübergehend weiterhin sichtbar bleiben. Der Grund: Neben dem Farbpigment des Tattoos ist es möglich, dass ungewollt auch das braune Farbpigment der Haut entfernt wird. Nach dem Lasern können außerdem auf der Haut auch Narben sichtbar werden. Diese sind jedoch meistens bereits beim Stechen des Tattoos entstanden und kommen nun zum Vorschein. Das Lasern selbst verursacht nur in den seltensten Fällen bleibende Hautschäden. Alternative Methoden wie etwa die Dermabrasion tragen hingegen ein großes Risiko zur Narbenbildung. "Wichtig ist, dass sich der Patient im Vorfeld beim behandelnden Arzt genau über die Risiken der Behandlung sowie die Erfolgsaussichten der Entfernung informiert", rät Dr. Wolfgang Reuter.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4.883



Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher. Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de.

Bitte geben Sie bei Verwendung des bereitgestellten Bildmaterials die "ERGO Group" als Quelle an.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg - vielen Dank!Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über die DKV
Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.dkv.com



PresseKontakt / Agentur:

HARTZKOM GmbH
Laura Wolf
Anglerstr. 11
80339 München
dkv(at)hartzkom.de
089 998 461-18
http://www.hartzkom.de



drucken  als PDF  Angstzustände leichter bewältigen Tag der Apotheke: Herausforderungen der Arzneimittelversorgung für Patienten annehmen (FOTO)
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 06.06.2016 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1365080
Anzahl Zeichen: 5457

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sybille Schneider
Stadt:

Düsseldorf


Telefon: 0211 477-5187

Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 940 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Möglichkeiten und Risiken einer Tattoo-Entfernung" - Verbraucherinformation der DKV"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

DKV Deutsche Krankenversicherung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sonnenbrand - Verbraucherinformation der DKV ...
Sobald die Temperaturen steigen, spielt sich das Leben wieder vermehrt draußen ab. Doch aufgepasst: Bereits leichte Sonneneinstrahlung kann zu einem schmerzhaften Sonnenbrand führen. Der richtige Sonnenschutz verhindert nicht nur unschöne Rötungen, sondern senkt auch das Hautkrebsrisiko und beug

Verbraucherinformation der DKV ...
Rückenschmerzen sind in Deutschland weit verbreitet. Langes Sitzen am Schreibtisch, einseitige Belastungen und zu wenig Bewegung setzen der Wirbelsäule zu und können unter anderem zu einem Bandscheibenvorfall führen. Solveig Haw, Ärztin und Gesundheitsexpertin der DKV, erklärt Ursachen, Risike

Immunabwehr stärken - Verbraucherinformation der DKV ...
Ob Grippe oder Erkältung: Auch wenn der Winter fast vorbei ist, haben Viren immer noch leichtes Spiel. Deshalb ist es wichtig, das körpereigene Immunsystem zu stärken. Solveig Haw, Gesundheitsexpertin der DKV, weiß, wie das gelingt. Bewegung an der frischen Luft Es muss nicht immer gleich


Weitere Mitteilungen von DKV Deutsche Krankenversicherung


Angstzustände leichter bewältigen ...
Natürlich ist Agoraphobie ein komplexes Thema und nicht so einfach behandelbar. Dennoch gibt es Stichpunkte und Gedanken, die zu dem Thema besonders wichtig sind und für viele online auch als Hilfestellung notwendig erscheinen. Verschiedene Plattformen wie Anti Angst Zentrum sind daher besonders w

Tag der Apotheke: Herausforderungen der Arzneimittelversorgung für Patienten annehmen (FOTO) ...
Die mehr als 20.000 Apotheken in Deutschland nehmen die demografischen, pharmazeutischen und sozialökonomischen Herausforderungen des Gesundheitswesens an, um ihre täglich 3,6 Millionen Patienten auch in Zukunft gut mit Arzneimitteln zu versorgen. Ob Nacht- und Notdienst, Polymedikation od

Doc Grosch empfiehlt: Professionelle Prophylaxe ...
Die moderne Zahnmedizin befindet sich in stetiger Weiterentwicklung. Neue schonende und schmerzarme Behandlungsmethoden rücken in den Fokus, genauso wie das Bestreben intakte Zahnsubstanz so lang wie möglich zu erhalten und Zahnerkrankungen generell schon vorbeugend zu behandeln, bevor es zu spät

NeuroDoping - Doping ohne Nebenwirkungen - Maximale Leistung des Gehirns und Körpers ...
Das Beraterteam von www.easy-vital.de hat eine Methode des Neuro Dopings entwickelt, die sich deutlich von einer künstlichen und schädlichen kurzweiligen Leistungssteigerung durch pharmazeutische Präparate abgrenzt und einen natürlichen Weg aufzeigt, das eigene Leistungsvermögen langfristig


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z