Grüne Jugend lobt neuen Kunststoff - Belland-Material löst Probleme beim Kunststoffrecycling
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Belland-Kunststoff hat als Cateringgeschirr schon seinen ersten Praxistest bei diversen Grossveranstaltungen wie dem Evangelischen Kirchentag und der Deutschland-Tour der Rad-Profis bestanden. Das Fraunhofer-Institut für Lebensmitteltechnologie http://www.fraunhofer.de bestätigt die Einschätzung der Grünen Jugend: Kreislaufgeschirr aus dem Belland-Polymer ist dem gebräuchlichen Einweg-Geschirr aus Polystyrol in puncto Öko- und Energiebilanz deutlich überlegen. Die Umweltbelastung, die von den von Belland hergestellten Produkten ausgehe, sei signifikant geringer. Daher lässt sich das Belland-Geschirr durchaus mit Mehrweg-Geschirr vergleichen. Zudem fallen geringere Systemkosten für Sammlung, Sortierung und Verwertung an. Belland-Geschäftsführer Roland Belz verweist auf die positive Energiebilanz, die andere Anbieter nicht erzielen könnten. Sein Unternehmen habe den ersten geschlossenen Materialkreislauf hergestellt, während bei herkömmlichem Kunststoffrecycling nach aufwändigen Verfahren höchstens Blumenkübel, Parkbänke und Rasengittersteine entstehen. Belz hält das von Belland praktizierte Verfahren sowohl für ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Belland-Material kombiniere die vielseitigen Anwendungseigenschaften eines Kunststoffes mit den Recyclingeigenschaften von Papier.
Während die nach Eigendefinition "stachelige" Grüne Jugend Belland-Material Lob zollt und gar nicht "stachelig" zeigt, gibt es grosse Probleme beim gängigen Kunststoffrecycling. Nach Berechnungen von Umweltexperten verschlingt das Kunststoffrecycling des Grünen Punktes rund 800 Millionen Euro jährlich. Der Löwenanteil entfalle auf Sammlung und Sortierung. Nur 197 Millionen Euro würden für die Verwertung aufgebracht. Nach diesen Schätzungen liegt der Anteil der Entsorgungskosten für DSD-Kunststoffe bei 47 Prozent. Die Gesamtausgaben des Kölner Müllkonzerns für alle Verpackungsarten lagen 2003 bei 1,659 Milliarden Euro. Lizenznehmer des Grünen Punktes monieren hier eine mangelnde Kostenehrlichkeit in der Preispolitik des DSD, da die Kunststoffverpackungen nur einen Anteil von 13 Prozent ausmachen, aber fast die Hälfte der DSD-Ausgaben verursachen. Glas-, Metall-, Verbund- und PPK-Verpackungen seien viel preiswerter zu entsorgen, wenn man das teure Plastikrecycling nicht mitfinanzieren müsste. Auch mit der neuen Preisstaffel des Grünen Punktes, die ab Anfang des nächsten Jahres in Kraft tritt, werde sich an dieser Problematik nichts ändern.
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Datum: 03.08.2004 - 10:51 Uhr
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