Betriebliche Vereinbarungen statt Tarifkartell
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Die Grosskonzerne sind nicht Vorreiter, sondern eher Nachzügler einer Entwicklung, die mehr Flexibilität und tarifliche Autonomie für die Betriebe bedeutet. Wenn man sich beim Mammutbetrieb Daimler-Chrysler in Sindelfingen einigt, findet das im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit statt. Die Entwicklungen im Mittelstand, der die meisten Ausbildungs- und Arbeitsplätze schafft, fristen bisweilen ein Schattendasein. Zu Unrecht, wie Ohoven betont: "Viele mittelständische Unternehmen haben bereits frühzeitig dem Tarifkartell den Rücken gekehrt. Sie haben damit bewiesen, dass betriebliche Vereinbarungen den starren tariflichen Vereinbarungen haushoch überlegen sind, wenn es darum geht, Arbeitsplätze in Deutschland zu halten. Diese Unternehmen leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des Wirtschaftsstandorts Deutschland." Daimler-Chrysler, Siemens und andere grosse Unternehmen hätten in früheren Jahren "viel zu üppigen Tarifabschlüssen und Betriebsvereinbarungen zugestimmt". Dass Schrempp & Co. nun dem Beispiel des "flexiblen Mittelstands" gefolgt seien, erfülle ihn, so Ohoven weiter, mit "Genugtuung". Es nütze aber vor allem dem Wirtschaftsstandort Deutschland.
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Datum: 05.08.2004 - 11:46 Uhr
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