NRZ: Das Problem heißt Ausgrenzung - ein Kommentar von JAN JESSEN
ID: 1369890
der Meinung, dass religiöse Vorschriften wichtiger sind als die
deutschen Gesetze. In der Realität hat das nur selten Konsequenzen.
Die klassische Reaktion der Mehrheitsgesellschaft ist aber dennoch
vorhersehbar: Empörung. So ist er eben, der Türke, der Islam. Damit
fängt das Problem an, damit hat es immer schon angefangen. Die
Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft prägen immer auch das Selbstbild
von Minderheiten. Die Studie der Uni Münster ist da aufschlussreich:
Gerade junge türkischstämmige Bürger fühlen sich sehr wohl in
Deutschland. Sie gehen weniger in die Moschee als ihre Eltern, sie
erachten Glaubensgrundsätze weniger häufig als wichtiger denn
weltliche Gesetze. Trotzdem ist der Glauben für sie ein bedeutendes
identitätsstiftendes Moment. Ausgrenzung, ob nur gefühlt oder
tatsächlich erfahren, erzeugt Trotzreaktionen. Dazu gehört auch die
Entwicklung eines ausgeprägten, oft chauvinistischen Stolzes auf das,
was von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzt. Der Glaube eben, oder die
Herkunft. Das hat sich auch in der aktuellen Armenien-Debatte
gezeigt, in der sich junge Türkischstämmige hinter einen Diktator
scharen, in dessen Land sie nicht leben wollen. Zusammenleben heißt
aber: aufeinander zu gehen. Wir brauchen weniger Empörung, weniger
Ausgrenzung, weniger Einmauern, weniger Vorurteile. Das gilt für
beide Seiten.
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.06.2016 - 18:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1369890
Anzahl Zeichen: 1687
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 321 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NRZ: Das Problem heißt Ausgrenzung - ein Kommentar von JAN JESSEN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe und o
Seine Mission heißt: Ausgleich / NRZ-Kommentar von Jan Jessen zur Wahl des New Yorker Bürgermeisters ...
Ein erst 34-jähriger in Uganda geborener Sohn indischer Eltern wird in den kommenden Jahren als Bürgermeister die Geschicke der Metropole New York leiten. Zohran Mamdani, Muslim und erst seit sieben Jahren US-Bürger, hat eine Aufsteigergeschichte geschrieben, wie sie wohl nur in den USA möglich
NRZ: Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW ist deutlich gestiegen ...
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) hervor. Zwischen Januar und Oktober 2025 haben 2.122 Asylbewerberinnen und Asylbewerber das Land fr
Weitere Mitteilungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Berliner Zeitung: Kommentar zum angekündigten Kulturwandel im VW-Konzern: ...
Der Konzern muss bei den neuen Technologien gewaltig aufholen. Google, Apple und andere IT-Konzerne forcieren die Lösungen für vernetzte Autos. Bei der Elektromobilität ist ein Wettlauf um die Batterietechnik im Gange. Vor allem in China und den USA wird eifrig an mehr Leistung für Akkus gea
Taz-Kommentar zur EU-Flüchtlingspolitik ...
taz-Kommentar von Christian Jakob über Griechenlands Umgang mit Flüchtlingen und die europäische Verantwortung Unter den Augen der EU Dass das überforderte Griechenland die Grundrechte von Flüchtlingen missachtet, ist nichts Neues. Die Regierungsübernahme durch Syriza hatte das Aus
Frankfurter Rundschau: Hilfssheriffs? Nein danke! ...
Braucht dieses Land eine Hilfspolizei, um der wachsenden Einbruchskriminalität Herr zu werden? Oder braucht die CDU Schlagzeilen, um als Partei von "Law and Order" wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu kommen? Thomas de Maizière ist Innenminister, aber auch Parteipolitiker.
Trend zu längerem gemeinsamen Lernen: Waldorfschulen sehen sich durch den Bildungsbericht bestätigt ...
Zentrales Element der Waldorfpädagogik ist der gemeinsame Unterricht von Schüler*innen aller Begabungsrichtungen in einem Klassenverbund. Die Kinder lernen eigenmotiviert von der ersten bis zur zwölften Klasse ohne Sitzenbleiben in einem angstfreien Umfeld. Dabei entwickeln sich soziale Kompetenz




