Deutsche Umwelthilfe stoppt erneut Lidls Verbrauchertäuschung mit Bier in Einwegflaschen
ID: 1370029
angeblich pfandfreien Einweg-Bierflaschen ein und gibt gegenüber der
Deutschen Umwelthilfe eine strafbewährte Unterlassungserklärung ab -
Der Discounter verpflichtet sich, Verbraucher zukünftig nicht mehr
mit falschen Angeboten zu tatsächlich pfandpflichtigen Einwegflaschen
in seine Filialen zu locken - DUH fordert Verbraucher auf, nicht nur
während der Fußball-EM Getränke in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen
zu kaufen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stoppt erneut eine dreiste
Verbrauchertäuschung des Billig-Discounters Lidl. Dieser hatte in
einer deutschlandweit verbreiteten Werbebroschüre das pfandpflichtige
Bier "Argus Camaro Cerveza" in Einwegflaschen als pfandfrei beworben
und so versucht, Kunden mit diesem vermeintlichen Sonderangebot in
seine Filialen zu locken. Damit sich derartig falsche Lockangebote
nicht wiederholen, forderte die DUH den Supermarktriesen am 25. Mai
2016 auf, eine strafbewährte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.
Dies hat Lidl am 6. Juni getan und damit die Verbrauchertäuschung
eingestanden. Der Discounter verpflichtet sich, zukünftig keine
pfandpflichtigen Einwegglasflaschen mehr als pfandfrei zu bewerben.
"Lidl versucht mit allen Tricks, Verbraucher zum Kauf von
unökologischen Einweg-Getränkeflaschen zu bewegen und schreckt dabei
nicht vor rechtswidrigen Praktiken zurück. Anstatt seinen Kunden
umweltfreundliche Mehrwegflaschen anzubieten, bewirbt der
Billigdiscounter seine Einweg-Plastikflaschen mit falschen
Argumenten", sagt der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Bereits
im Jahr 2008 ging die DUH erfolgreich gegen eine Verbrauchertäuschung
von Lidl vor. Damals hatte der Discounter Bier in Einwegglasflaschen
angeboten, die ein nahezu identisches Design von Glas-Mehrwegflaschen
aufwiesen.
"Lidl trägt einen erheblichen Teil zum jährlichen gesamtdeutschen
Verbrauch von mehr als 17 Milliarden Einweg-Plastikflaschen bei.
Dabei müssen Abfallberge vermieden werden, anstatt sie weiter
anwachsen zu lassen. Mehrwegflaschen, die bis zu 50 Mal wiederbefüllt
werden, können das Abfallproblem lösen und schonen zusätzlich
wertvolle Ressourcen. Neben Lidl sollten aber auch andere Discounter
wie Aldi auf Mehrweg umstellen und die gesamtgesellschaftliche
Aufgabe des Umweltschutzes endlich ernst nehmen", sagt der DUH-Leiter
für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.
Links:
Pressemitteilung vom 27.5.2016: Verbrauchertäuschung bei Lidl:
Deutsche Umwelthilfe mahnt Discounter ab http://l.duh.de/p270516
Weitere Informationen zu Mehrweg- und Einwegflaschen können Sie
unter http://www.duh.de/mehrweg_klimaschutz0.html nachlesen.
Pressekontakt:
Jürgen Resch | DUH-Bundesgeschäftsführer
0171 3649170 | resch@duh.de
Thomas Fischer | Leiter Kreislaufwirtschaft DUH
030 2400 867 43 | 0151 18256692 | fischer@duh.de
DUH-Pressestelle:
Daniel Hufeisen | Ann-Kathrin Marggraf | Laura Holzäpfel | 030
2400867-20 | presse@duh.de www.duh.de | www.twitter.com/umwelthilfe |
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Datum: 17.06.2016 - 10:00 Uhr
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