Thüringische Landeszeitung: Vor der Entscheidung - Bei einem Brexit würden alle verlieren / Leitartikel von Axel Zacharias zur Situation in Großbritannien kurz vor der Brexit-Abstimmung
ID: 1370515
Jo Cox könnte sich im wieder aufgenommenen Brexit-Wahlkampf die Waage
in letzter Minute zugunsten der EU-Befürworter neigen. Das wäre bei
allem Entsetzen über die feige Tat eine dann im Ergebnis positive
Entwicklung. Vielleicht haben einige der mit Schaum vor dem Mund und
wenigen rationalen Argumenten kämpfenden Brexit-Befürworter einmal
kurz inne gehalten und nachgedacht. So könnte ihnen bewusst geworden
sein, dass die Nachteile bei einem Brexit die Vorteile, die sie sich
ausgerechnet hatten, möglicherweise überwiegen.
Vermutlich würde ein Brexit die Briten letztlich härter treffen
als die Bürger der EU. Denn es muss auch dem verbohrtesten EU-Gegner
klar sein, dass ein Austritt nicht zwangsläufig der Anfang vom Ende
der EU wäre. Die Europäische Union wäre einen ständigen Quertreiber
los, der unentwegt Extrawürste für sich einforderte, ohne dazu eine
wirkliche Begründung liefern zu können. Man kann eine solche
Verhaltensweise auch Erpressung nennen. Andererseits wäre es aber
eben auch ein großer Verlust, weil mit Großbritannien auch jene
Kraft aus der Gemeinschaft verschwände, die Brüssel immer wieder die
Notwendigkeit von Reformen verdeutlicht hatte. Die Briten verlören
international an Gewicht, die EU ebenso.
Sollte man auf der Insel am 23. Juni für den Austritt aus
der EU stimmen, muss dort klar sein, dass dies den Charakter einer
Scheidung hat, nach der nichts mehr so ist wie zuvor. Alle Segnungen,
die Europa zweifelsohne auch bereit hält, wären dann Makulatur.
Einfach alles wäre dann neu zu verhandeln.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.06.2016 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1370515
Anzahl Zeichen: 1978
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Weimar
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 425 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Thüringische Landeszeitung: Vor der Entscheidung - Bei einem Brexit würden alle verlieren / Leitartikel von Axel Zacharias zur Situation in Großbritannien kurz vor der Brexit-Abstimmung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Thüringische Landeszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Thüringische Landeszeitung
Neue Westfälische (Bielefeld): NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) attackiert Bayerns Ministerpräsident Seehofer (CSU) wegen Flughafenblockade. Vorwurf: Zögerlicher Umgang mit den Ausbauplà ...
NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) kritisiert den zögerlichen Umgang der Politik mit den Ausbauplänen von diversen deutschen Flughäfen. "Es ist doch ein Karnevalsscherz, dass niemand weiß, wann genau der Berliner Flughafen eröffnet wird, aber heute schon geregelt ist, dass er
RNZ: Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa warnt vor Brexit: "Das würde eine Zeitenwende für uns alle in Europa bedeuten" ...
Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa (80) warnte gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung vor den Folgen eines Brexit: "Das wäre eine Katastrophe für Europa und genauso für Großbritannien", sagte der lange Zeit in London arbeitende Schriftsteller am Rande einer V
Rheinische Post: Mehr als 3000 "Bufdis" für Flüchtlinge im Einsatz / Noch Plätze frei ...
Den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug leisten derzeit 3061 Bürger, wie das Bundesfamilienministerium auf Anfrage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) mitteilte. 876 dieser Bufdis seien selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Damit
Rheinische Post: Mindestlohn reicht für Singles in Großstädten oft nicht zum Leben ...
Für Geringverdiener in den westdeutschen Ballungsräumen lohnt sich das Arbeiten wegen zu hoher Mieten oft nicht. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) vorliegt.




