Schwäbische Zeitung: Inhaltsleere Drückeberger - Kommentar zur Brexit-Politik
ID: 1376274
Weber stammt der Satz, Politik sei das langsame Bohren harter
Bretter. Und in der Tat braucht es viel Geduld, Kraft und
Durchhaltewillen, um in dem harten Politikgeschäft seine Ziele zu
erreichen und Mehrheiten zu finden.
Populisten vom Schlage eines Nigel Farage, eines Boris Johnson
aber auch eines Geert Wilders oder einer Frauke Petry sind hingegen
stets blitzschnell mit Analysen bei der Hand, wenn es um die
Beschreibung von Problemen geht. Um Missstände in einem
demokratischen Staat abzustellen, braucht es aber mehr als nur flotte
Sprüche.
Demokratien entscheiden im Vergleich zu autoritären Staatsformen
relativ träge. Aber ihre Lösungen sind dafür fast immer nachhaltiger.
Auf die schnellen, vermeintlich effektiven Vorschläge der Populisten
zu vertrauen, ist deshalb falsch. Eine demokratische Gesellschaft
braucht den offenen Diskurs darüber, wie sie ihre Probleme angeht,
und dieser Diskurs wiederum braucht Zeit und keine vorschnellen
Antworten.
Dass sich die Aushängeschilder der britischen Pro-Brexit-Fraktion
nun allesamt aus der Verantwortung stehlen, nachdem sie ein
politisches Schlamassel erster Güte angerichtet haben, zeigt, dass
sie keine ernstzunehmenden Politiker sind, sondern inhaltsleere
Drückeberger. Man sollte sich auf solche Menschen lieber nicht
verlassen, wenn man nicht selbst verlassen sein will.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.07.2016 - 20:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1376274
Anzahl Zeichen: 1731
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 414 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Inhaltsleere Drückeberger - Kommentar zur Brexit-Politik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Badische Neueste Nachrichten: Mehr Zurückhaltung - Kommentar von RUDI WAIS ...
Obwohl Sigmar Gabriel nach der letzten Bundestagswahl versprochen hat, bei den Waffenexporten restriktiver vorzugehen als seine Vorgänger, sind sie im vergangenen Jahr erschreckend stark gestiegen. Das ist nicht nur Gabriels Versäumnis, weil einen Teil dieser Geschäfte tatsächlich noch die a
Schwäbische Zeitung: Land muss Kriterien lockern - Kommentar zu Schulsozialarbeitern ...
Der Bedarf an Sozialarbeitern ist sprunghaft gestiegen. Die etwa 100000 Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr nach Baden-Württemberg gekommen sind, brauchen Unterstützung. Ohne ehrenamtliche Hilfe geht nichts, doch für eine funktionierende Koordinierung der Integrationsarbeit braucht es P
BERLINER MORGENPOST: Willkommen im Wahlkampf - Kommentar von Gilbert Schomaker ...
Nun hat sich auch noch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) eingeschaltet und ein "Deeskalationskonzept" für die Rigaer Straße gefordert. Innensenator Frank Henkel (CDU) oder die Polizei sollen ausloten, ob es Gespräche mit den Linksautonomen geben könne. Für den Innens
Mitteldeutsche Zeitung: zum Diesel ...
Dabei gehört der Dieselantrieb mit hohen Emissionen giftiger Stickoxide so bald als möglich eingemottet. Wenn die Bundesregierung es mit dem Schutz des Klimas und der Gesundheit der Bevölkerung ernst meint, müsste sie handeln. Sie könnte das Steuerprivileg auf Dieselkraftstoff beseitigen.




