Gonzo-Reporter Helge Timmerberg: "Ich will raus, das Einhorn fangen"
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Jahren noch nicht müde und beschreibt im "medium magazin" die
ungebrochene Leidenschaft für seine Arbeit. Recherchen seien für ihn
die "Hunting Season", sagt der deutsche Journalist, der in Wien und
St. Gallen lebt. "Ich will raus, das Einhorn fangen."
Timmerberg erläutert im Interview von Stephan Seiler, warum er
dazu möglichst ohne festen Plan in ein Land reist und sich zu
potenziellen Protagonisten treiben lässt. "Ich will jemanden haben,
der das Zentrum der Geschichte werden kann. Aber das Zentrum kenne
ich vorher nicht." Wenn er einen spannenden Kopf findet, verschwendet
er nicht viel Zeit darauf, ihn zu überreden: "I don't push, I don't
pay, I don't bet. Ich sage jedem: Du kannst mitmachen oder du kannst
es lassen."
Beim Schreiben versucht Timmerberg gar nicht erst, künstlich
Distanz aufzubauen. Er schwärmt gerne in seinen Texten und ist
überzeugt: "Distanz zum Thema bewirkt auch Distanz zum Leser."
Kritiker werfen Timmerberg deshalb seit vielen Jahren die starke
Ich-Bezogenheit vor und lehnen den sogenannten Gonzo-Stil ab. Er ist
jedoch überzeugt, dass sein persönlicher Stil und das Anecken von den
meisten Lesern geliebt wird.
Timmerberg ruft junge Reporter dazu auf, ihren eigenen Kopf
durchzusetzen, furchtlos auch gegen Widerstände von ängstlichen
Chefredakteuren und Verlagsleitern: "Die Nummer sicher ist die Nummer
langweilig. Nicht das Internet bedroht Reporter, sondern die Angst."
Das gesamte Interview mit Helge Timmerberg lesen Käufer und
Abonnenten auf den Seiten 60 bis 64 von "medium magazin" Ausgabe
07-2016. "medium magazin" ist für alle Geräte im iKiosk verfügbar
unter http://bit.ly/Medium-Digital. Einzelhefte und Abos gibt es
unter http://www.mediummagazin.de/bestellen/.
Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin medium magazin,
annette.milz@mediummagazin.de, +4915123447914
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Datum: 08.07.2016 - 07:55 Uhr
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