Republik China weist PCA-Einschätzung zum Südchinesischen Meer zurück
ID: 1379821
„Dafür gibt es zwei Hauptgründe“, führte Lee während einer Pressekonferenz in der Zentrale des Außenministeriums in Taipeh aus. „Erstens wird die Republik China als ‚Taiwan-Behörde von [Festland]-China‘ bezeichnet, ein unpassender Begriff, der den Status der Republik China als souveräner Staat erniedrigt. Zweitens war die Insel Taiping ursprünglich nicht in den Vorlagen der Philippinen für Schlichtung enthalten gewesen. Das Tribunal erweiterte jedoch eigenmächtig seine Autorität und erklärte die von der Republik China verwaltete Insel Taiping sowie andere Merkmale der Nansha-Inseln, die von Vietnam, den Philippinen und Malaysia besetzt gehalten werden, samt und sonders zu ‚Felsen‘, denen keine Exklusive Wirtschaftszone (Exclusive Economic Zone, EEZ) zuerkannt wird.“
Laut Lee hat das Schlichtungstribunal die Republik China nicht formell dazu eingeladen, an seinen Beratungssitzungen teilzunehmen, und es wurden auch nicht die Ansichten der Republik China eingeholt. „Deswegen ist die Einschätzung für die Republik China rechtlich nicht verbindlich“, konstatierte er.
Nach den Ausführungen des Ressortchefs gefährdet die Entscheidung außerdem den rechtlichen Status der Inseln im Südchinesischen Meer, über welche die Republik China die Souveränität ausübt, und ihre entsprechenden maritimen Rechte. „Es steht außer Frage, dass der Republik China im Einklang mit dem Völkerrecht und dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (U. N. Convention on the Law of the Sea, UNCLOS) sämtliche Rechte über die Inseln im Südchinesischen Meer und ihre dazugehörigen Gewässer zustehen“, fügte er hinzu.
Im Hinblick auf die Streitigkeiten im Südchinesischen Meer rief Lee zu einer friedlichen Beilegung durch multilaterale Verhandlungen auf, die in dem Geist durchgeführt werden sollten, Differenzen beiseitezustellen und gemeinsame Entwicklung zu fördern. „Die Republik China ist willens, durch Verhandlungen, die auf der Grundlage von Gleichberechtigung geführt werden, mit allen betroffenen Staaten zusammenzuarbeiten, um Frieden und Stabilität im Südchinesischen Meer voranzubringen.“
Die Insel Taiping mit einer Fläche von 0,51 Quadratkilometern ist die größte natürlich entstandene Insel des Nansha-Archipels. Sie kann menschliche Besiedlung und ein eigenes Wirtschaftsleben unterhalten, und sie erfüllt die Kriterien einer Insel, wie sie in Artikel 121 von UNCLOS definiert werden. Daher besitzt die Republik China die vollen Rechte, die mit Hoheitsgewässern, einer Anschlusszone, einer EEZ und einem Kontinentalschelf im Einklang mit UNCLOS assoziiert werden.
Die Republik China erhielt die Insel Taiping im Jahr 1946 nach Ende des Zweiten Weltkrieges zurück und hat seit fast genau sechzig Jahren (ab 1956) dort Regierungspersonal stationiert.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro Hamburg, ist die Repräsentanz der Republik China (Taiwan) in Norddeutschland.
Sie ist für fünf Bundesländer zuständig: Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.
Auskünfte und Bearbeitung von Konsular- und Handelsangelegenheiten für Deutsche und Taiwaner im Ausland gehören ebenso zu unseren Aufgaben, wie die Vertiefung politischer, wirtschaftlicher, kultureller und medialer Beziehungen zwischen den fünf norddeutschen Bundesländern und Taiwan.
Datum: 14.07.2016 - 10:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1379821
Anzahl Zeichen: 3270
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Karolin Gebhardt
Stadt:
Hamburg
Telefon: 040447788
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 14.07.2016
Diese Pressemitteilung wurde bisher 579 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Republik China weist PCA-Einschätzung zum Südchinesischen Meer zurück"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro Hamburg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Minister Lee Ying-yuan Environmental Protection Administration Taiwan (R.O.C.) September 2017 Der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache und seine Auswirkungen sind bereits überall auf der Welt deutlich zu spüren. Er bedroht die menschliche Gesundheit, die Orte, wo wir wohnen, un
Taiwan – ein wertvoller Partner für nachhaltige Entwicklung und wahre Universalität ...
David Tawei Lee, Ph. D., Außenminister, Taiwan(R.O.C) „Wir verpflichten uns, auf dieser großen gemeinsamen Reise, die wir heute antreten, niemanden zurückzulassen.“ (Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung) New York ist eines
Kultur-, Veranstaltungs- und Reisetipps für Sommer und Herbst ...
Seeschwalbenbeobachtungstour, Matsu 生態賞鷗暨海上看馬祖 Juli – August Die zahlreichen unbewohnten kleinen Inseln und umgebenden Gewässer der Matsu-Inselgruppe bieten perfekte Nestbau- und Fut
Weitere Mitteilungen von Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro Hamburg
Thomas Kreuzer: CSU-Fraktion beschließt nach intensivem Dialogprozess Zukunftsstrategie für bayerischen Alpenraum ...
"Mit unserer Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum geben wir den Startschuss für eine ganzheitliche Weiterentwicklung dieser einzigartigen Region", betonte Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, bei der Verabschiedung der Alpenstrategie. Die Fr
Rheinische Post: NRW-Grüne für Vermögenssteuer ...
Im Steuerstreit der Grünen spricht sich der größte Landesverband für die Wiedereinführung der Vermögensteuer aus. "Es ist ungerecht, dass kleine und mittlere Einkommen den Löwenanteil für das Gemeinwesen leisten, während sich Superreiche entziehen", sagte NRW-Grünen-Chef Sven
Schwäbische Zeitung: Fatales Signal aus Berlin ...
Es mag ja aus ihrer Sicht Gründe geben, warum die Bundesregierung für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr Ad-hoc-Koalitionen befürwortet, rechtlich bewegt sie sich auf sehr dünnem Eis. Es wird zahlreiche Juristen geben, die die Entsendung von deutschen Soldaten ohne UN-Mandat in Kriegs- oder
Stuttgarter Zeitung: zu Gabriels Kurswechsel bei TTIP ...
Lange Zeit hatte Sigmar Gabriel für TTIP getrommelt, als entscheide dieses Abkommen über das Schicksal Europas. Erst seit dem Jahreswechsel fand er zu einer kritischen Sichtweise. Gabriel hat sehr wohl vernommen, dass auch in anderen europäischen Ländern die Kritik an TTIP wächst und seine




