NOZ: Amazon schafft 1500 neue Stellen in Deutschland - Einstieg in Bundesligaberichterstattung
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Landeschef Kleber kündigt 1500 neue Stellen an - Positive Bilanz
bei frischen Lebensmitteln
Osnabrück. Der US-Internetkonzern Amazon ist in Deutschland weiter
auf Erfolgskurs. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Dienstag) sagte Landeschef Ralf Kleber nach Abschluss des
2. Quartals, "dass wir weiter wachsen und investieren". Konkret
kündigte Kleber an, in diesem Jahr 1500 neue unbefristete
Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen. Die Erweiterung des europäischen
Logistik-Netzwerks schreite ebenfalls voran, etwa mit einem neuen
Zentrum in Werne. "Geplant ist auch der Ausbau der europäischen
Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie weiterer
Infrastrukturen, unter anderem für das Cloud-Computing", sagte
Kleber.
"Seit 2010 hat Amazon mehr als 5,8 Milliarden Euro in hiesige
Infrastrukturen und Anlagen investiert", sagte der Manager.
Wachstumstreiber seien gegenwärtig die Amazon Web Services mit ihren
Dienstleistungen vorrangig für Firmen. Dieser Dienst "gewinnt
fortlaufend Kunden, von traditionellen Unternehmen wie Kärcher über
Startups wie MyTaxi bis zu großen Online-Händlern wie Zalando",
erklärte Kleber.
Der deutsche Amazon-Chef zog eine positive Startbilanz eines Tests
in Berlin, wo online bestellte frische Lebensmittel binnen einer
Stunde geliefert werden. "Das Geschäft läuft sehr gut und macht uns
viel Spaß", sagte Kleber. Er bekräftigte die Pläne seines
Unternehmens, im Feld Frische zu expandieren: "Wir wissen, dass alle
unsere Kunden essen." Bereits jetzt vertreibe Amazon rund 500 000
Artikel als Lebensmittelladen. "Dem mangelt es nur an Wahrnehmung,
weil jeder darin den frischen Leberkäse vermisst", sagte Kleber.
Derzeit hat Amazon in Deutschland rund 13.000 festangestellte
Mitarbeiter. Der Nettoumsatz betrug auf dem weltweit zweitstärksten
Markt nach den USA im vergangenen Jahr 11,8 Milliarden Dollar.
Weltweit waren es 113,4 Milliarden Dollar.
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Amazon baut Sport-Berichterstattung in Deutschland aus
Internetkonzern signalisiert Interesse an bewegten Bildern aus der
Bundesliga
Osnabrück. Amazon Deutschland will die Sport-Berichterstattung auf
seinen Kanälen deutlich ausbauen. Denkbar sei auch der Einstieg in
Bewegtbild-Berichte über die 1. Fußball-Bundesliga, ließ Landeschef
Ralf Kleber in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Dienstag) durchblicken.
Kürzlich hatte Amazon die Audiorechte der Liga für seinen
Prime-Musikdienst erworben. Angesprochen auf bewegte Bilder sagte
Kleber nun, "man sollte nichts ausschließen". Mit Blick auf das neue
Audio-Angebot ab der Saison 2017/2018 erklärte der passionierte
Fußball-Fan: "Darüber freuen wir uns, weil es ein Genre ist, das
unseren Kunden am Herzen liegt, das wir aber bisher noch nicht so gut
abgedeckt hatten. Bei Literatur und Musik sind wir einer der
Stärksten, jetzt kommt Sport dazu. Damit haben wir drei sehr gute
Felder abgedeckt, und dann schauen wir mal weiter."
Amazon ist in Deutschland vor Netflix oder iTunes Marktführer für
das Videostreaming. Mit seinem Audio-Angebot macht der US-Konzern,
der als Buchversand gestartet war, nun auch der
öffentlich-rechtlichen Bundesliga-Schaltkonferenz im Radio
Konkurrenz. Der Konzern hat das Recht erworben, alle Spiele der
ersten und zweiten Liga live zu übertragen.
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Datum: 19.07.2016 - 05:00 Uhr
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