Pokémon Go erst der Anfang: Augmented Reality verändert Industrie und Logistik
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Der Hype um Pokémon Go rückt die Augmented-Reality-Technologie ins Blickfeld: Kommt jetzt der Durchbruch? Denn auch in Industrie und Logistik bietet AR vielfältige Anwendungsfelder.
Unter AR (Augmented Reality = erweiterte Realität) versteht man die computergestützte Erweiterung der Wirklichkeit: Die reale Umgebung verschmilzt auf dem Smartphone mit der virtuellen Welt. Deshalb findet die Jagd auf die kleinen Monster und ihre Kämpfe untereinander auf Plätzen und Straßen, an Badestränden oder auf Friedhöfen mitten in der Öffentlichkeit statt – nicht mehr am heimischen Computer oder auf der Spielkonsole.
Massenhype um Pokémon Go verändert Wahrnehmung
Faszinierend ist der Hype um Pokémon Go auch deshalb, weil er die Art und Weise verändert, wie wir auf die Welt schauen und die digitalen Möglichkeiten nutzen. Der Journalist und Berater Thomas Knüwer schreibt in seinem Blog: „In einigen Jahren wird man von der Zeit vor und nach dem 6. Juli 2016 sprechen, geht es um digitale Geschäftsmodelle, Augmented Reality oder Mobile-Anwendungen.“
Dabei ist AR nicht unbedingt etwas Neues. Einst von Boeing-Ingenieuren zur Unterstützung bei Kabelverlegungsarbeiten in Flugzeugen entwickelt, lässt sich diese Technologie heute in den unterschiedlichsten Bereichen in Industrie und Logistik einsetzen: Beispielsweise für die Produktionsplanung, in der Instandhaltung, als digitales Handbuch in Service und Wartung, in der Aus- und Weiterbildung und im Marketing sowie auf Messen. Im Zeitalter von Industrie 4.0 soll Augmented Reality einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der digitalen und vernetzten Fabrik liefern.
Anwendungsfelder für Augmented Reality in Industrie und Logistik
So könnten beispielsweise in Werksbrillen direkt die nächsten Arbeitsschritte eingeblendet und Warnungen bei falschen Handgriffen angezeigt werden. Montage- und Reparaturtätigkeiten werden einfacher, fehlerfreier und nachvollziehbarer, wenn die jeweils notwendigen Maßnahmen im Sichtfeld eingeblendet sind und beispielsweise auch gleich die notwendige Passform eines Ersatzteils in der korrekten Position dargestellt wird.
Auch in der internen Logistik gibt es ein weites Einsatzfeld: Etwa wenn der Gabelstaplerfahrer im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor seinen Augen sieht, was er genau wo abholen und wohin fahren soll. Oder wenn ein virtueller Button auf einem Werkstor platziert ist, könnte ein Fahrer es damit bei der Anfahrt mit seinem Smartphone direkt öffnen. Zufahrt erhält er aber nur, wenn er den Button durch die Handykamera mit einer userauthentifizierten App sieht und laut Arbeitsablauf zur Einfahrt berechtigt ist. Passanten ohne diese AR-App sehen nur ein geschlossenes Tor ohne Öffnungsmöglichkeit.
Um diese Technologie nutzen zu können, benötigt der Anwender einen Bildschirm auf dem die Informationen abgebildet werden können (z.B. Fernseher, Smartphone, Tablet usw.). AR-Apps für Smartphones haben den Vorteil, dass sie die Anschaffung neuer Hardware überflüssig machen. Wer allerdings will, dass seine Mitarbeiter während ihrer Tätigkeit kein zusätzliches Gerät in der Hand halten müssen, kann auch den Einsatz von Datenbrillen („Smart Glasses") in Erwägung ziehen.
Zahlreiche Einsatzfelder für Augmented-Reality-Anwendungen in der Logistik werden im Logistik 4.0-Blog des Dortmunder Startups catkin vorgestellt.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 26.07.2016 - 12:05 Uhr
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