Blutkrebs

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Rennfahrer Stefan Petto weiß, was ein Leben wert ist



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(firmenpresse) - Irgendwo in Dänemark gibt es einen Mann, der um sein Leben kämpft. Der Mann hat Leukämie. Viel mehr weiß Stefan Petto aus Schwarzenbach (Kreis St. Wendel) im Saarland nicht über diesen Fremden. Nur so viel: Der Mann braucht Stammzellen von einem gesunden Spender, der die gleichen genetischen Merkmale hat. Stefan Petto, der zum Juniorteam des ADAC-Saarland gehört, hat diese Merkmale und bekommt so die Chance, zum Lebensretter zu werden.

Jetzt hat sich Stefan Petto entschlossen, mehr Menschen für die Registrierung als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung zu werben. Am Wochenende startet er beim Prowin-Raceday in Kutzhof (Regionalverband Saarbrücken). Dort kann sich jeder über das Thema Stammzellspende und die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung informieren.
„Ich weiß nur, dass der Mann, für den ich gespendet habe 35 Jahre alt ist“, erzählt der 24-jährige Hobby-Rennfahrer, der gerade in Wiesbaden Knochenmark gespendet hat. Ein kurzer Eingriff unter Vollnarkose, bei dem der Beckenkamm punktiert wird, um an die Stammzellen zu gelangen, die der dänische Patient so dringend benötigt. Für Stefan Petto eine „Selbstverständlichkeit“ – Er will helfen.
Seit 2011 ist er als potenzieller Spender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei. Die feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Seit 30 Jahren bietet sie Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, kümmert sich um Patienten, sucht und registriert Menschen wie den jungen Rennfahrer. Menschen, die bereit sind, freiwillig und unentgeltlich als Stammzellspender einem Leukämie-Patienten zu helfen – vielleicht sogar das Leben zu retten. 2011 war Stefan Petto, heute gelernter Werkzeugmechaniker bei der Firma Diehl in Nonnweiler, noch in der Ausbildung. Im Technisch-gewerblichen und Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Nunkirchen startete die Stefan-Morsch-Stiftung einen Aufruf, sich als Stammzell- bzw. Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Dazu genügt eine Speichelprobe bzw. eine kleine Blutprobe, aus der ein Teil des genetischen Codes herausgelesen wird. Die dadurch gewonnenen HLA-Gewebemerkmale stehen dann über die Spenderdatei der Stiftung für internationale Suchanfragen zur Verfügung.


Stefan Petto ist begeisterter Motorsportler. Schon als Kind gab es nur dieses eine Thema. Dementsprechend war schnell klar, dass der Einstieg in den Motorsport, wie bei vielen anderen, nur über den Kartsport ging. Nach einigen Erfolgen stand dann im Alter von 14 Jahren der Umstieg ins Auto an. Bei etlichen Slalom Veranstaltungen konnte er sein Können unter Beweis stellen und 2010 im Alter von 18 Jahren die Saarländische Meisterschaft für sich entscheiden. Das war der Startschuss für seine Rallye Karriere im ADAC Saarland Rallye Junior Team. In den darauf folgenden Jahren konnte er gemeinsam mit seiner Beifahrerin Lisa Kiefer in einem Suzuki Swift Sport mit zahlreichen Klassensiegen überzeugen. Dank der Unterstützung von Suzuki-Saar und dem ADAC Saarland wurde er im Jahr 2014 Sieger der ADAC Rallye Masters Divison 6 zusammen mit seinem Beifahrer Tim Rauber. Der Erfolg brachte ihm im darauf folgenden Jahr ein neues „Dienstfahrzeug“. Einen Mitsubishi Lancer Evo9 der serienmäßigen Gruppe G mit knapp 300 PS. Mit dem Gewinn der Saarländischen Junior Meisterschaft und einem 3. Platz bei der ADAC Rallye Masters Divison 3 konnte er das Jahr 2015 ebenfalls erfolgreich beenden. Auch in diesem Jahr startet er in seinem Mitsubishi in der Saarländischen Rallye Meisterschaft und im DMSB Rallye Cup, wo er deutschlandweit unterwegs ist. Als Beifahrer sitzen dieses Jahr abwechselnd Kerstin Dewes und Anna-Lena Mergen im Auto.
Am Samstag, 30. Juli, startet Stefan Petto im Kutzhofer Ortsteil Numborn beim 5. „Prowin“-Raceday, eine Motorsportrallye, in der nicht Zeiten und Platzierungen, sondern Spaß am Motorsport und der Wohltätigkeitsgedanke im Vordergrund stehen. Wer einmal in einem echten Rallyeauto mitfahren will, hat dabei die Gelegenheit, mit erfahrenen Rallyepiloten über die Piste zu brettern. Insgesamt 50 Rallyefahrzeuge werden an diesem Tag zwischen 9 und 18 Uhr vor Ort sein. Der Erlös aus den gespendeten Beträgen verbleibt zu 100 Prozent in Kutzhof und ist für karitative Zwecke in den Ortsteilen Kutzhof und Numborn bestimmt. Petto hat noch ein zweites Anliegen. Er möchte über die Chancen der Stammzellspende und die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung informieren.
Denn im Frühjahr 2016 meldete sich die Stefan-Morsch-Stiftung wieder bei ihm. Er ist der passende Spender für einen Patient: „Ob er als Spender zur Verfügung steht?“ Seine Antwort: „Ich habe mich vor der Typisierung informiert, was auf mich zukommt, wenn ich mich registrieren lasse. Deshalb ist klar, dass ich das dann auch mache, wenn ich dran komme.“
Die intensive Aufklärung und Voruntersuchungen durch die Stiftung und in der Entnahmeklinik in Wiesbaden lobt er: „Mir wurden alle Fragen beantwortet. Auch die Knochenmarkentnahme selbst verlief völlig reibungslos.“ Ein starker Muskelkater und am Beckenkamm ein Gefühl wie von einem blauen Fleck waren die einzigen Nachwirkungen, die ihn noch ein paar Tage an die Operation erinnerten.
Stärker beeindruckt hat ihn der Gedanke an den Mann in Dänemark: „Ich weiß nur, dass er 35 Jahre alt ist. Was er macht, ob er Kinder hat, das frage ich mich.“ Diese Anonymität gehört zu den Standards bei einer Knochenmark- bzw. Stammzellspende. Zwei Jahre wird sie mindestens aufrechterhalten, so die gesetzliche Vorschrift. Erst danach darf je nach Gesetzeslage des Landes, in dem der Patient wohnt, ein direkter Kontakt hergestellt werden. Stefan Petto: „Ich will ihn auf jeden Fall kennenlernen!“ In der Zwischenzeit will er seinem „Empfänger“ einen Brief schreiben. Anonymisiert wird dieser Brief dann über die Stefan-Morsch-Stiftung weitergeleitet. Den Menschen, die noch nicht als Stammzellspender registriert sind, möchte er die Scheu nehmen, sich typisieren zu lassen: „Es ist so einfach ein Menschenleben zu retten.“
Was passiert bei einer Stammzelltransplantation?
Wird ein passender Spender gefunden, kontaktiert die Stefan-Morsch-Stiftung den Spender. Er oder sie werden erneut gefragt, ob sie freiwillig und unentgeltlich für einen unbekannten Patienten spenden möchten. Dann folgt eine Reihe von Voruntersuchungen, um herauszufinden, ob er wirklich der optimale Spender ist. Gleichzeitig soll ausgeschlossen werden, dass der Spender ein gesundheitliches Risiko eingeht. Die Mitarbeiter der Stiftung beraten und begleiten den Spender während dieser ganzen Vorbereitungsphase. Jegliche Kosten für die Untersuchungen, die Versicherung sowie An- und Abreise zum Entnahmeort werden übernommen.
Dann beginnt die entscheidende Phase vor der Transplantation: Mit der Übertragung von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System. Die Stammzellen befinden sich im Knochenmark. Um sie zu übertragen, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender einige Tage lang ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. In einer Entnahmestation werden dann die Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert bzw. zentrifugiert. Apherese heißt dieses Verfahren, das heute am häufigsten angewandt wird.
Bei der klassischen Methode – der Knochenmarkspende – entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Über die Art der Spende entscheidet der Stammzellspender. Weder der Spender noch der Patient erfahren zu diesem Zeitpunkt, wer der andere ist. Spender und Empfänger bleiben in jedem Fall bis zum Ablauf von zwei Jahren anonym. Erst danach besteht die Möglichkeit, je nach Gesetzeslage des Landes, in dem der Patient lebt, dass Spender und Patient einander kennenlernen können.
Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg: Parallel zur Vorbereitung des Spenders wird in der behandelnden Transplantationsklinik der Patient vorbereitet. Das bedeutet: Sein Immunsystem wird komplett ausgeschaltet – durch Bestrahlung oder/und Chemotherapie. Wenn er sich jetzt mit einem Virus infiziert oder es aus irgendeinem Grund mit der Stammzellspende nicht klappt, ist sein Leben massiv gefährdet. Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung: „Eine Transplantation ist immer eine letzte Chance. Für den Patienten ist dies eine hoch belastende Therapie.“
Wie wird man Stammzellspender?
Prinzipiell kann jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren Stammzellen spenden. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Die Typisierung ist für alle Spender kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung der Blutuntersuchungen gerne entgegen genommen – da jede Spenderregistrierung mindestens 40 Euro kostet.
Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Homepage. Zudem gibt es dort auch die Möglichkeit sich online registrieren zu lassen. Über den Button „Online-Registrierung“ auf der Startseite kann man sich eingehend informieren, die Einverständniserklärung ausfüllen und sich ein Entnahmeset zuschicken lassen. In dem Päckchen ist das entsprechende Material, um sich bei seinem Hausarzt eine kleine Blutprobe entnehmen zu lassen oder eine Speichelprobe durchzuführen. Dieses Päckchen wird einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet. Falls Sie Fragen zu den Ausschlusskriterien haben, rufen Sie einfach unsere gebührenfreie Hotline (08 00 - 766 77 24) an.
Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei mit mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei mit mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).



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www.stefan-morsch-stiftung.de
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Datum: 26.07.2016 - 13:17 Uhr
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