Lebensmittelunverträglichkeiten in Deutschland: Spanne zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlicher Überempfindlichkeit ist gewaltig
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gesunde Ernährung, hat ergeben, dass das Auftreten von
Lebensmittelintoleranzen und die Selbsteinschätzung der Befragten oft
nicht übereinstimmen.
Laut der nu3 Studie, für die deutschlandweit 1.000 Personen
befragt wurden, geben 25 Prozent an, an einer Unverträglichkeit gegen
Lactose, Fructose, Gluten oder Histaminin zu leiden. Konkret sind 29
Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer der Annahme, betroffen
zu sein. Die Realität sieht jedoch anders aus: knapp drei Prozent der
Befragten denken, an einer Fructoseintoleranz zu leiden. Mediziner
schätzen diese Zahl jedoch fast zehnmal so hoch ein. Hingegen denken
knapp vier Prozent, Gluten nicht zu vertragen - während es in
Wirklichkeit nicht einmal 0,5 Prozent sind.
Selbsttests sorgen für Klarheit
Diese Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlicher
Diagnose bestätigt auch Dr. med. Michael Prang, Medical Advisor bei
nu3: "Die Ergebnisse der Umfragen zeigen deutlich, dass nicht alles,
was sich wie eine Unverträglichkeit anfühlt, auch tatsächlich eine
ist. Darum ist es ratsam, bei Beschwerden systematisch vorzugehen.
Der erste Schritt ist der Selbsttest, um sich anschließend Klarheit
mit professioneller Hilfe zu verschaffen." Einfache Selbsttests zur
Bestimmung von Intoleranzen kann man zuhause durchführen. Alternativ
kann der Betroffene auch einfach ein Ernährungstagebuch führen und so
sukzessive alle Lebensmittel vom Speiseplan eliminieren, die
Beschwerden auslösen.
Misstrauen unter älteren Konsumenten und Männern
Auffällig ist die sehr unterschiedliche Einschätzung von
Nahrungsmittelunverträglichkeiten in verschiedenen Altersgruppen.
Senioren (über 65 Jahre) leiden gemäß ihrer eigenen Einschätzung
seltener an Unverträglichkeiten. Generell sind sie dem Thema
gegenüber skeptisch eingestellt. Besonders Männer haben wenig
Verständnis für Lebensmittelallergien: 28 Prozent gaben an, das
"Gehabe" rund um Intoleranzen für übertrieben zu halten.
Trotz der weit verbreiteten Unwissenheit über
Lebensmittelunverträglichkeiten zeigt sich eine klare Tendenz: das
Bewusstsein für die eigene Ernährung steigt. Nicht zuletzt wegen
ständig neuer Food-Trends und Social-Media-Hypes wie Clean Eating,
Paleo oder Vegan. Immer mehr junge Menschen, insbesondere Frauen,
beschäftigen sich zunehmend mit Food, Ernährungstrends und einem
gesunden, aktiven Lifestyle. Die Flut an dogmatischen Empfehlungen
aus sozialen Netzwerken kann aber auch verunsichern - im Zweifel ist
es immer ratsam, sich von wirklichen Experten beraten zu lassen.
Weitere Infos zur Studie finden Sie hier:
https://www.nu3.de/c/studie-lebensmittelunvertraeglichkeiten/
Pressekontakt:
nu3 GmbH
Vanessa Angermann
presse@nu3.de
040 / 4677 3133
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Datum: 28.07.2016 - 16:00 Uhr
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