Neue Forschungsergebnisse bestätigen einen Zusammenhang zwischen häufig vorkommenden Bakterien (einschließlich MRSA) und Neurodermitis
ID: 1386179
Eine neue, im British Journal of Dermatology[1] veröffentlichte
Studie hat gezeigt, dass durchschnittlich 70 % von
Neurodermitis-Patienten mit Staphylococcus aureus-Bakterien (S.
aureus, einschließlich MRSA) in ihren Hautläsionen besiedelt sind.
Patienten mit stärker ausgeprägter Erkrankung haben ein größeres
Risiko besiedelt zu sein. Diese Ergebnisse weisen auf die Bedeutung
der Besiedlung als einer der möglichen Auslöser für Atopische
Dermatitis hin.
In einer systematischen Literaturstudie an der Erasmus
Universitätsklinik (Rotterdam) wurden 95 Beobachtungsstudien mit über
9000 Patienten ausgewertet. Interessanterweise fand sich S. aureus
bei 39 % der Neurodermitis-Patienten auf gesunder Haut wieder, im
Vergleich zu 70 % im Bereich der Hautläsionen, wo die Dermatitis sich
zeigt. Dies ist eine fast 20-fache Steigerung im Vergleich zu
gesunden Kontrollen.
Zusätzlich hatten bis zu 80 % der Neurodermitis-Patienten einen S.
aureus-Stamm, der einen Giftstoff produzierte. Diese Giftstoffe sind
dafür bekannt Entzündungsreaktionen auszulösen. Bei Neurodermitis
tragen sie so zu den Hautbarriereschädigungen bei und können daher
primäre Auslöser der Erkrankung sein.
Derzeit werden Ekzeme hauptsächlich mit Corticosteroiden behandelt
und, im Fall einer Infektion, mit Antibiotika. Diese Arzneimittel
können jedoch zu Nebenwirkungen, Arzneimittelresistenzen und
Schädigung der normalen, nützlichen Hautbakterien führen, d. h. sie
eignen sich nicht für eine dauerhafte Anwendung.
Suzanne Pasmans, Professorin für pädiatrische Dermatologie an der
Erasmus Uniklinik und verantwortliche Autorin der Veröffentlichung
sagte: "Dieser Übersichtsartikel zeigt die Bedeutung der Besiedlung
mit S. aureus als Faktor für die Entstehung von Atopischer
Dermatitis. Um die genaue Rolle von S. aureus zu entschlüsseln,
müssen Studien durchgeführt werden, die eine gezielte
Anti-Staphylokokken-Therapie für die Haut verwenden."
Micreos, eine niederländische Biotechnologie-Firma, die die
Literaturstudie unterstützt hat, ist wegweisend mit der Entwicklung
von Staphefekt(TM), einem Bakterien abtötenden Enzym oder Endolysin,
das spezifisch für S. aureus ist. Es tötet MRSA ebenso wie andere S.
aureus-Stämme effektiv ab.
Der Wirkmechanismus von Endolysinen steht in keinem Zusammenhang
mit dem der Antibiotika, d.h. selbst resistente Bakterien wie MRSA
sind empfindlich dagegen. Staphefekt(TM) ist das erste Endolysin, das
für die Anwendung auf dem Mikrobiom der Haut registriert ist und
derzeit als aktiver Wirkstoff in Gladskin (einer Reihe topischer
Salben und Gele für entzündliche Hauterkrankungen, wie auch
Neurodermitis) eingesetzt wird.
Eine bakterielle Resistenz gegenüber Staphefekt wurde, im
Gegensatz zu Antibiotika, nicht festgestellt oder erwartet. Und seine
spezifische Wirkungsweise bedeutet, dass nützliche Bakterien erhalten
bleiben, sodass es sich für die tägliche Langzeitanwendung eignet.
Prof. Pasmans fügte hinzu: "Wir haben gerade die ersten Patienten
in eine prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte Studie
eingeschrieben, in der Gladskin verwendet wird. Diese Studie wird
Erkenntnisse zur Wirkung der gezielten Beseitigung von S. aureus auf
das gesamte Hautmikrobiom und auf klinische Symptome der Atopischen
Dermatitis liefern."
Hinweise für Herausgeber
Über Micreos
Micreos (http://www.micreos.com/) entwickelt antibakterielle
Lösungen, die sich auf die Endolysin-Technologie stützen, als Ersatz
für Antibiotika im Gesundheitswesen, in der Tiermedizin,
Lebensmittelverarbeitung und Agrarwirtschaft.
Literaturhinweise
[1] Totté, J.E.E., van der Feltz, W.T., Hennekam, M, et al. (2016)
'Prevalence and odds of staphylococcus aureus carriage in atopic
dermatitis: A systematic review and meta-analysis', British Journal
of Dermatology,. doi: 10.1111/bjd.14566.
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+44(0)20-8971-6408, SEtherington@saycomms.co.uk
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Datum: 03.08.2016 - 11:47 Uhr
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