FORSCHUNGSVORHABEN „H2-PIMS“: WASSERSTOFF IM ERDGASNETZ SICHER TRANSPORTIEREN
Entwicklung eines Pipeline Integrity Management Systems zur Weiternutzung der bestehenden Erdgasinfrastruktur für Wasserstoff
Abbildung 1: Zugversuch mit elektrochemischer in situ Wasserstoffbeladung (Quelle: IWM)(firmenpresse) - Regenerativ erzeugter Wasserstoff ist ein Schlüsselenergieträger der Energiewende. Er kann als Energiespeichermedium zeitliche und räumliche Schwankungen ausgleichen, die bei der Energieproduktion und beim Energieverbrauch entstehen. Damit Wasserstoff seine Stärke als Energiespeicher („Power-to-Gas“) entfalten und zur Versorgungssicherheit beitragen kann, ist unter anderem eine zuverlässige und sichere Infrastruktur mit Rohrleitungen und Anlagentechnik nötig. Die Idee ist, die bestehende Erdgasinfrastruktur inkl. ihrer Untergrundspeicher für den Transport, die Verteilung und die Speicherung von Erdgas-Wasserstoff-Gemischen sowie ausgewählte Teilbereiche für reinen Wasserstoff zu nutzen bzw. umzufunktionieren. Das Problem dabei ist, dass Wasserstoff die Festigkeit und Zähigkeit von Werkstoffen herabsetzt und es zu einem Versagen von Komponenten führen kann („Wasserstoffversprödung“). Gemeinsam entwickeln daher die Partner DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, ONTRAS Gastrans-port GmbH, Dr.-Ing. Veenker Ingenieurgesellschaft mbH, Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM und Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH hierzu ein Auslegungs-, Überwachungs- und Bewertungssystem (PIMS - Pipeline Integrity Management System), das die Betriebssicherheit von Leitungen für den Transport von wasserstoffreichen Gasen (Erdgas-Wasserstoff-Gemische) gewährleisten soll. Das Projekt startete im Juli 2016 und wird 2019 abgeschlossen sein. Das Gesamtbudget des Projekts beträgt etwa 3 Mio. Euro und wird im Rahmen des Vorhabens „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“ (HYPOS) gefördert.
Forschungsziel: Wasserstoff-Eignungstest für Bestandsleitungen
Im Zuge der Fördermaßnahme „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovationen“, in der sich zahlreiche Unternehmen und Institute aus Mitteldeutschland zu dem Vorhaben „HYPOS” zusam-mengeschlossen haben, verfolgen die Projektpartner die Strategie einer wirtschaftlichen Bereitstellung von grünem Wasserstoff und die Versorgung der chemischen Industrie, Mobilität und urbanen Regionen. Die Betrachtungen der HYPOS-Wertschöpfungsketten 1) erstrecken sich dabei über die Erzeugung, den Transport, die Speicherung, die Verteilung und die Nutzung des Wasserstoffes. Das Projekt „H2-PIMS - Pipeline Integrity Management zur Wei-ternutzung der bestehenden Erdgasinfrastruktur für Wasserstoff“ ist im HYPOS-Themengebiet „Transport & Speicherung“ansiedelt. Das Projekt verfolgt das Ziel innovative Bewertungssysteme (PIMS) zu entwickeln, welche die Betriebssicherheit von Leitungen zum Transport von wasserstoffreichen Gasen gewährleisten. Im Fokus der Zusammenarbeit steht zunächst die Identifizierung möglicher wasserstoffinduzierter Schädigungsformen bei den Rohrleitungswerkstoffen der Bestandsleitungen (historisch gewachsene Erdgasinfrastruktur), der typischen Vorschädigungen und der vorliegenden Betriebsbedingungen. Auf dieser Grundlage erfolgen die Auswahl der zu untersuchenden Werkstoffe und die Definition der Versuchsbedingungen. Mit der so ermittelten Versuchsmatrix werden Untersuchungen zur Degradationssicherheit durchgeführt, deren Ergebnisse die erforderlichen Materialinformationen bzw. Kennwerte liefern und somit die Entwicklung des PIMS für wasserstoffreiche Gase erst ermöglichen (siehe ein Beispiel für Werkstoffuntersuchungen in Abbildung 1).
Des Weiteren wird eine Road-Map zur Umwidmung von Teilabschnitten des bestehenden Erdgasnetzes für den Transport von wasserstoffreichen Gasen, aber auch von reinem Wasserstoff entwickelt. Aus den gewonnnen Erkenntnissen werden weiterhin Instandhaltungsstrategien und Sicherheitskonzepte für Erdgastransportleitungen für den Transport von Wasserstoff und wasserstoffhaltigen Gasen entwickelt. Zeitgleich können daraus neue Standards bzw. eine Erweiterung von bestehenden Regelwerken für den Betrieb von umgewidmeten Erdgastransportleitungen abgeleitet werden.
Das HYPOS-Projekt „H2-PIMS“ schließt die Lücke zwischen der lokal voneinander getrenn-ten Erzeugung und dem Verbrauch von 'Grünem Wasserstoff' und dient somit als Unterstützer der Energiewende.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über das Projekt HYPOS
HYPOS steht für eines von zehn Projekten, welches im Rahmen des Programms „Zwan-zig20-Partnerschaft für Innovation“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel von HYPOS ist es, „grünen“ Wasserstoff durch Wasserelektrolyse aus erneuerbarem Strom im großtechnischen Maßstab für energiewirtschaftliche Anwendun-gen herzustellen – als effizienten Energieträger mit hervorragender Transport- und Speicher-fähigkeit. Mit über 110 Partnern deutschlandweit kombiniert HYPOS mit Sitz in Halle (Saale) die Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft Mitteldeutschlands.
Pressekontakt HYPOS:
Axel Klug Vorstand HYPOS e. V.
Tel.: +49(0)176 / 830 50 398
E-Mail: klug(at)hypos-eastgermany.de
Ansprechpartner HYPOS:
Susann Wenderoth
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49(0)341 / 600 16 17
E-Mail: wenderoth(at)hypos-eastgermany.de
www.hypos-eastgermany.de
Ansprechpartner H2-PIMS (Koordinator):
Gert Müller-Syring
DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH
Tel.: +49(0)341 / 245 71 29
E-Mail: gert.mueller-syring(at)dbi-gut.de
www.dbi-gut.de
Datum: 11.08.2016 - 08:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1388397
Anzahl Zeichen: 4266
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Susann Wenderoth
Stadt:
Halle (Saale)
Kategorie:
Energie & Umwelt
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 11.08.2016
Anmerkungen:
1) Wertschöpfungsketten sind Technologielinien, welche aus verschiedenen Elementen (z.B. Netzanschluss, Elektrolyseur usw.) zusammengesetzt sind. Sie bilden in diesem Fall die Kette vom Stromnetzanschluss an Erneuerbare Energien über die Wasserstoff-Erzeugung bis zur Verwendung z.B. in der chemischen Industrie.
Diese Pressemitteilung wurde bisher 661 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"FORSCHUNGSVORHABEN „H2-PIMS“: WASSERSTOFF IM ERDGASNETZ SICHER TRANSPORTIEREN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
HYPOS - HYdrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von HYPOS - HYdrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V.
KWK-Kongress 2016 - Wie geht es weiter mit KWK-Projekten in der Industrie und der Kommune? ...
Noch nie wurden so viele Gesetze nahezu zeitgleich novelliert oder traten neue Energiegesetze in derart großer Zahl in Kraft wie im Jahre 2016. Der Energiemarkt in Deutschland befindet sich im Umbruch ? und Betreiber von industriellen und kommunalen KWK-Anlagen müssen sich an die neuen gesetzlich
20. September ist "Tag der Energie Freiheit" in Weißenohe bei Nürnberg ...
Am 20. September von 12.00 bis 19.00 ist was los bei der iKratos Solar und Energietechnik GmbH in Weißenohe. Auf dem Firmengelände direkt an der Bahnhofstrasse 1 in 91367 Weißenohe findet von 12-19 Uhr der ?Tag der Energie-Freiheit? statt. So werden neben Informationen und Ausstellung auch Vortr
Dach reinigen - Moos Stopp anbringen - Solaranlage installieren ...
Dächer verdrecken im Laufe der Zeit. Bereits nach 5-10 Jahren sieht man erste Verbrauchsspuren auf dem Dach. Auf der südabgewanden Seite bildet sich im Laufe der Zeit Moos. Besonders Frankfurter Pfannen und Biberschwanzziegel sind davor nicht gefeit. Im Laufe der Zeit sammelt sich auf dem Dach al
Staat gibt Geld für Optimierung von Heizungsanlagen ...
Am 1. August 2016 startete das Bundeswirtschaftsministerium zwei neue Förderprogramme für die Energiewende im Heizungskeller. Eines davon ist ein Förderprogramm zur Heizungsoptimierung. Durch die Optimierung bestehender Heizsysteme können Effizienzgewinne schnell erzielt werden. So kann




