Fehlertoleranz und Anonymisierung! Geht das?
Vom vertrackten Umgang mit anonymisierten Daten, und einer verblüffend einfachen Lösung.
Für viele Unternehmen ergibt sich daraus ein Zwiespalt. Denn wer die gesetzlichen Vorgaben penibel erfüllt, kann sich genau dadurch empfindliche Probleme einhandeln. Oder er schafft es nur, indem er die Daten, um deren Schutz es geht, außer Haus gibt.
Hier einige Beispiele:
… für Vertrieb und Marketing
Ein Kunde widerspricht gegenüber einem Unternehmen der Nutzung seiner Daten, verlangt die Löschung aller persönlichen Daten und möchte nicht mehr angeschrieben werden. Diesem Wunsch muss das Unternehmen nachkommen. Allerdings bedeutet eine buchstäbliche Umsetzung, dass das Unternehmen die Information, dass der Kunde nicht mehr angeschrieben werden will, nicht speichern kann. Es kann also vorkommen, dass der Kunde künftig unerwünschte Post erhält. Ein Gegenmittel wäre, die Kundendaten in anonymisierter Form einer Sperrliste hinzuzufügen und diese vor künftigen Anschreiben zur Prüfung heranzuziehen. Mit heute üblichen Verfahren erfolgt diese Prüfung allerdings nicht fehlertolerant. Schon kleine Abweichungen der Schreibweise von Name oder Adresse führen dazu, dass der Kunde auf der Sperrliste nicht gefunden wird.
… bei der PEP- und Terrorismusprüfung
Gesetzliche Regelungen fordern die regelmäßige Überprüfung von Kreditoren und Debitoren gegen sogenannte Terror- und Sanktionslisten, sowie die Identifikation von politisch exponierten Personen (PEP). Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellt diese Verpflichtung ein Problem dar, weil sich die Beschaffung entsprechender Software nicht lohnt. Stattdessen können solche Unternehmen PEP- und Sanktionslistenprüfungen als Dienstleistung nutzen.
Aus Datenschutzgründen jedoch scheuen sich viele Unternehmen, ihre Kundendaten außer Haus zu geben. Die Alternative, nur anonymisierte Daten herauszugeben, ist wenig praktikabel, weil dabei meist keine fehlertolerante Überprüfung erfolgt. Genau das aber ist für Sanktionslisten wichtig, weil sie oft Schreib- und Übermittlungsfehler enthalten.
… aus der Forschung
Nehmen wir an, dass Daten zur selben Person in unterschiedlichen Datenbeständen vorliegen, z.B. in Ergebnissen medizinischer Studien. Die personenbezogene Verknüpfung dieser Datenbestände würde weitergehende Erkenntnisse ermöglichen, jedoch sind die Hürden dafür besonders in Deutschland sehr hoch. Ein datenschutzrechtlich akzeptiertes Verfahren für solche Fälle nutzt einem Treuhänder, der die zusammengehörenden Personendaten der verschiedenen Bestände ermittelt, an den Datennutzer jedoch nur in anonymisierter oder pseudonymisierter Form weitergibt. In diesem Fall müssen die Datengeber ihren Vertrauensbereich auf den Datentreuhänder ausdehnen. Ein noch weitergehender Schutz der Personendaten wird erreicht, wenn sie dem Datentreuhänder nur anonymisiert ausgehändigt werden. Die Ausdehnung des Vertrauensbereichs ist dabei nicht notwendig. Allerdings kann der Datentreuhänder dann mit heute üblichen Verfahren keinen fehlertoleranten Abgleich durchführen. Schon geringfügige Schreibfehler würden die gewünschten Erkenntnisse beim Abgleich der verschiedenen Datenbestände verhindern.
Die Lösung
Allen Beispielen ist gemeinsam, dass ein fehlertoleranter Datenabgleich hilfreich wäre, dieser jedoch aufgrund der geforderten Anonymisierung schwer möglich ist. Entsprechende technische Lösungen sind auf dem Markt so gut wie nicht erhältlich.
In diese Lücke ist nun der Stuttgarter Softwareanbieter TOLERANT Software gestoßen, der seine Datenqualitätswerkzeuge um ein Verfahren zum fehlertoleranten Abgleich für anonymisierter Daten erweitert hat. Personen können also trotz Anonymisierung auch mit anderen Daten zusammengeführt werden, wenn Abweichungen in der Schreibweise vorliegen.
Dazu wurde das Tool TOLERANT Match für die Anonymisierung der Daten so entwickelt, dass es einer Partei A (Datengeber) ermöglicht wird, die Anonymisierung auszuführen und die so anonymisierten Daten einer Partei B zur weiteren Verarbeitung zu übergeben.
Interessenten sind zum Workshop „Kundensuche und Anonymisierung“ am 15.09. in Stuttgart eingeladen. Eine Anmeldung über die Homepage ist möglich.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Im Mittelpunkt steht bei uns eine nachhaltig hohe Datenqualität von Kundendaten. Wir sind überzeugt, dass nur mit sorgfältig gepflegten Daten Prozesse reibungslos laufen und Entscheidungen richtig getroffen werden können. In Zeiten von Big Data, Cloud Computing und Geschäftsprozessen über das Internet wird die Bedeutung von Datenqualität für integrierte und verlässliche Abläufe und eine konsolidierte Sicht auf den Kunden immer wichtiger. Dafür bieten wir unseren Kunden die dafür erforderlichen Produkte, Referenzdaten, Beratungs- und Dienstleistungen.
Obwohl TOLERANT Software erst 2009 gegründet wurde, haben unsere Experten in vorherigen Positionen und Firmen schon über 15 Jahre Erfahrungen bei Datenqualitätsthemen sammeln können. Wir knüpfen an diesen umfangreichen Erfahrungsschatz an und entwickeln unsere Werkzeuge mit modernster Technologie für bestmögliche Ergebnisse.
TOLERANT Software GmbH & Co KG
Büchsenstr. 28
70174 Stuttgart
Telefon: +49 711 490 448 55
E-Mail: stefan.sedlacek(at)tolerant-software.de
Datum: 15.08.2016 - 14:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1389356
Anzahl Zeichen: 4629
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Stefan Sedlacek
Stadt:
Stuttgart
Telefon: 0711 49044855
Kategorie:
Innovation
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 467 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fehlertoleranz und Anonymisierung! Geht das?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
TOLERANT Software GmbH & Co. KG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die aktuelle Erweiterung von TOLERANT Post hilft Unternehmen bei der Standortplanung, Zielgruppenanalyse und Marktabschätzung. Dazu verwendet TOLERANT Post CAMEO Daten, welche Konsumenten auf einzigartige Weise anhand ihrer Lebensphase und ihres Wohlstands klassifiziert. Und das ganze Europaweit.
Gleiches Recht für alle ...
Datenschutz gilt – nicht zu unrecht – als heikles Terrain. Neben allen damit verbundenen Pflichten wird dabei oft übersehen, dass Datenschutz auch ein Erfolgsfaktor sein kann. Verbraucher erwarten heute, dass ihre Daten gut geschützt und ihre Wünsche zur Datenverwendung und Weitergabe umfasse
Sinkende Kosten durch weniger Dubletten im Adressbestand ...
Daten werden heute viel intensiver genutzt als in der Vergangenheit – sowohl operativ als auch analytisch. Gleichzeitig sind Datenvolumen und Anforderungen an die Qualität der Datenprozesse deutlich gestiegen. Oft liegen Kundendaten parallel in mehreren Systemen vor, welche regelmäßig miteinand
Weitere Mitteilungen von TOLERANT Software GmbH & Co. KG
Leistungsoffensive bei Alfahosting: Noch mehr Hosting-Power ...
Mit einer massiven Leistungsoffensive bietet Alfahosting jetzt noch attraktivere Hostingprodukte als bisher an: So wurden in allen aktuellen Shared-Hosting-Tarifen die Leistungswerte drastisch erhöht. Höhere Skript-Power Mit bis zu 4 GB RAM, 512 MB memory_limit und 300 Sekunden max_execut
econda und Spryker schließen Partnerschaft ...
Karlsruhe/Berlin, 3. August 2016 – Die econda GmbH, führender Anbieter für Webanalyse- und Personalisierunglösungen, gibt heute ihre Kooperation mit Spryker bekannt. Dadurch erhalten Spryker-Kunden ab sofort Zugriff auf die weitreichenden Analyse- und Personalisierungsfunktionalitäten sowie da
Pixida im Finale – Der Abschluss von Philipp Christovs Aktion „dasDosentelefon“ ...
Hinter der Idee des BWL-Studenten steckt der Wille, das ökonomische Grundprinzip des Tauschs als Experiment mit einer guten Tat zu verknüpfen. „Ich wollte ein Projekt starten, bei dem ich Leute zusam-menbringe und dabei etwas Großartiges erreiche“, so der Initiator. Philipp nahm das von i




