Todesgefahr am Stauende / ADAC: zu geringer Abstand häufigste Ursache für Lkw-Unfälle / Schalten

Todesgefahr am Stauende / ADAC: zu geringer Abstand häufigste Ursache für Lkw-Unfälle / Schalten Fahrer den Notbremsassistenten aus?

ID: 1390734
(ots) - In den vergangenen Wochen haben sich auf
Deutschlands Autobahnen mehrere tödliche Verkehrsunfälle ereignet,
weil Lastwagen in ein Stauende gerast sind. Bei einem weiteren Unfall
sind heute auf der A 61 bei Koblenz zwei Autoinsassen offenbar schwer
verletzt worden. Dass diese Unfälle keine Seltenheit sind, belegt die
amtliche Statistik des Jahres 2014: Rund 60 Prozent der tödlichen
Unfälle mit Lkw-Fahrern als Hauptverursachern waren Zusammenstöße mit
vorausfahrenden oder stehenden Fahrzeugen. Eine der häufigsten
Ursachen für Lkw-Unfälle ist nach Angaben des ADAC zu geringer
Abstand zum Vordermann. Auch Ablenkung und Übermüdung spielen bei der
Unfallentstehung eine Rolle.

Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand auf Autobahnen
beträgt für Lkw, wenn sie schneller als 50 km/h fahren, 50 Meter. Bei
einer Geschwindigkeit von 80 km/h bleiben dem Fahrer also nur zwei
Sekunden Zeit zu reagieren. Doch in der Realität beträgt der Abstand
oft nur wenige Meter - Auffahrunfälle mit schwerwiegenden Folgen sind
damit praktisch unausweichlich. Ist ein Brummi-Fahrer zudem abgelenkt
oder übermüdet, verlängert sich die Reaktionszeit entsprechend.

Seit November 2015 müssen alle in der EU neu zugelassenen Lkw mit
mehr als acht Tonnen Gewicht mit einem Notbremsassistenten
ausgestattet sein. Bis alle Fahrzeuge mit dem automatischen
Hilfssystem ausgerüstet sind, werden noch Jahre vergehen. Ab 2018
wird der Assistent auch Pflicht in allen Nutzfahrzeugen ab 3,5
Tonnen. Eine Nachrüstung ist aufgrund des komplizierten Eingriffs in
die Bremssteuerung nicht möglich. Und auch der Notbremsassistent ist
kein Garant für mehr Sicherheit: Es besteht die Gefahr, dass
Lkw-Fahrer ihn dauerhaft ausschalten, weil sie ansonsten nicht so nah
an den vorausfahrenden Lkw heranfahren können. Dies ist auf
Autobahnen gängige Praxis, insbesondere vor Überholvorgängen. Ohnehin


ist die derzeit gesetzlich vorgeschriebene Wirkung des
Bremsassistenten bescheiden: Er muss die Geschwindigkeit um lediglich
10 km/h reduzieren.

Der ADAC spricht sich dafür aus, dass die Polizei ihre
Verkehrskontrollen ausweitet. Dazu gehört, die geltenden
Lkw-Abstandsregelungen konsequenter zu überwachen und zu ahnden,
ebenso die Einhaltung der Lenk-und Ruhezeiten. Der Notbremsassistent
sollte nicht dauerhaft ausgeschaltet werden können. Schließlich
sollte der Bremsassistent das Tempo um mindestens 40 km/h bei einem
stehenden Hindernis reduzieren. Selbst dann hat der 40-Tonner noch
die gleiche zerstörende Energie wie ein Mittelklasse-Fahrzeug, das
mit 200 km/h ungebremst ins Stauende einschlägt.

Autofahrer sollten bei Erkennen eines Staus sofort das
Warnblinklicht anschalten und den nachfolgenden Verkehr im
Rückspiegel beobachten. Wer ausreichend Abstand zum Vordermann hält,
kann sich notfalls mit seinem Auto auf den Standstreifen retten.

Diese Presseinformation finden Sie online unter presse.adac.de.
Dazu bietet der ADAC auch Footage an. Folgen Sie uns auch unter
www.twitter.com/adac.



Pressekontakt:
Jochen Oesterle
ADAC Öffentlichkeitsarbeit
Externe Unternehmenskommunikation/Presse
ADAC e.V. Zentrale - Hansastraße 19 - 80686 München
Tel.: +49 89 76 76 34 74 - Fax: +49 89 76 76 28 01
jochen.oesterle@adac.de - www.presse.adac.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Mehr Klarheit bei der Mietwagen-Versicherung Das richtige Werkzeug entscheidet
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.08.2016 - 14:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1390734
Anzahl Zeichen: 3653

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Auto & Verkehr



Diese Pressemitteilung wurde bisher 459 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Todesgefahr am Stauende / ADAC: zu geringer Abstand häufigste Ursache für Lkw-Unfälle / Schalten Fahrer den Notbremsassistenten aus?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ADAC (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Vorsicht vor Hitze im Auto / Fahrzeuge heizen in der Sonne besonders schnell auf / ADAC Experten messen Temperaturen von fast 60 Grad im Innenraum / Scheibe einschlagen nur im Notfall erlaubt ...
Die ersten sommerlichen Tage stehen bevor, daher warnt der ADAC vor den Folgen von Hitze im Auto. Denn im Wageninneren entwickeln hohe Außentemperaturen und direkte Sonnenstrahlen eine oft viel stärkere Wirkung. In einer Versuchsreihe haben Experten des Mobilitätsclubs ein Fahrzeug in der prall

Preis für Super E10 wieder über zwei Euro / Anstieg gegenüber Vorwoche um 3,5 Cent / Diesel 1,4 Cent teurer / ADAC Umfrage: Mehrheit der Autofahrer hat das Tankverhalten an 12-Uhr-Regel angepasst ...
Der Preis für Super E10 hat wieder die Marke von zwei Euro je Liter überschritten. Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,008 Euro - ein Plus gegenüber der Vorwoche von 3,5 Cent. Etwas geringer fällt der Anstieg bei

ADAC Stauprognose: 22. bis 25. Mai / Pfingstferienstart in drei Bundesländern / Eines der staureichsten Reisewochenenden des Jahres ...
Der ADAC rechnet zum langen Pfingstwochenende mit einer der höchsten Verkehrsbelastungen des Jahres. Aufgrund des Feiertags am Pfingstmontag, dem 25. Mai, beginnen viele Urlauber ihren Kurzurlaub bereits am Freitagnachmittag, dem 22. Mai. Zusätzlich beginnen in Baden-Württemberg, Bayern und Sachs


Weitere Mitteilungen von ADAC


Mehr Klarheit bei der Mietwagen-Versicherung ...
billiger-mietwagen.de sorgt ab sofort für eine deutlichere Darstellung der Versicherungsleistungen. Mit der Bezeichnung "Vollkasko- und Diebstahlschutz: ohne Selbstbeteiligung (durch Erstattung)" wird ein Missverständnis vermieden, das für Kunden bisher teuer werden konnte. Andere P

Sicherer, effizienter und komfortabler: Continental treibt vernetzte Technologien im Nutzfahrzeug voran ...
Vernetzung ermöglicht neue Anwendungen und Services rund um Fahrverhalten, Fahrzeugmanagement, Logistik und automatisiertes Fahren Dynamischer eHorizon: vorausschauend fahren mit Echtzeitinformationen zur Strecke Road Database: hochpräzise Streckendaten automatisch erfasse

vosla bringt mehr Licht auf die Straße ...
Auf der Automechanika Frankfurt 2016 zeigt die vosla GmbH erstmals ihre neuen Lampen für Halogen-Scheinwerfer mit einer deutlich höheren Lichtausbeute. Außerdem präsentiert das Unternehmen aus dem vogtländischen Plauen Lampen für die Signalbeleuchtung in Fahrzeugen, die sich durch eine höhere

Schadenersatz und Schmerzensgeld - Unfallabwicklung mit Personenschaden in den USA - Ciper & Coll. informieren ...
Schmerzensgeld und punitive damages in den USA - Anwälte USA - Unfallschaden USA Da sich das US-amerikanische Schadenrecht erheblich vom deutschen unterscheidet, sollte ein Unfallopfer sich grundsätzlich für ein Vorgehen gegen den Unfallverursacher einer qualifizierten anwaltlichen Vertretung


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z