Lausitzer Rundschau: Frauke Trump - Warum die AfD-Chefin dem US-Präsidentschaftsbewerber ähnelt
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AfD-Chefin scheint in der Art ihrer politischen Forderungen und
Einschätzungen dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber immer
ähnlicher werden zu wollen. Inseln vor Europa für Asylsuchende -
welche, bitteschön? -, jetzt Waffen für die Bürger zum Selbstschutz.
So lässt sich (zugespitzt) zusammenfassen, was AfD-Sprecherin Frauke
Petry zuletzt in die Welt posaunt hat. Gott bewahre, dass in
Deutschland auch nur in Ansätzen amerikanische Verhältnisse
einkehren. Die Erfahrung aus den USA zeigt, was Waffen und deren
leichte Verfügbarkeit anrichten: Jeder kann zu jeder Zeit unschuldig
Opfer werden, denn der Besitz einer Pistole verleitet dazu, sie auch
leichtfertig einzusetzen. Sollte der Trend zur Selbstbewaffnung in
Deutschland sich bestätigen, muss der Gesetzgeber die bestehenden
Regeln schleunigst kritisch unter die Lupe nehmen und wenn nötig
verschärfen. Die meisten Bürger vertrauen aber zum Glück immer noch
der Polizei statt der eigenen Knarre im Nachttisch, wenn es um Schutz
und Sicherheit geht. Die Provokation als Maß aller Dinge. So lässt
sich vielleicht im Wahlkampf und für den Moment auch in der AfD
politisch Boden gut machen. Doch dauerhaft trägt dieses
Geschäftsmodell hoffentlich nicht. Die erste Umfrage deutet bereits
an, dass dem so sein könnte. Da verliert die AfD nach langer Zeit an
Zustimmung, wenn auch nur leicht. Bisher haben die Machtkämpfe an der
Spitze weder den Führungskräften selbst noch der Partei insgesamt
geschadet. Auch nicht das bisher eher chaotische Auftreten der AfD in
den verschiedenen Landesparlamenten oder die kruden Trump-Ideen von
Petry & Co, mit denen Enttäuschte mobilisiert werden sollen. Aber der
Wähler lernt ja auch dazu.
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Datum: 21.08.2016 - 19:49 Uhr
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