Schwäbische Zeitung: Kommentar: Es geht gegen die Kurden
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verändert die militärische Gemengelage in der Region dramatisch: Auch
wenn Präsident Erdogan die Terrormiliz Islamischer Staat nun aktiv
bekämpft, dürfte es doch vor allem darum gehen zu verhindern, dass
die syrischen Kurden ein eigenes Territorium bekommen. Denn die sind
verbandelt mit der von Erdogan verfolgten PKK, und kurdische
Autonomie in Syrien wäre ihm ein Gräuel. Dass er die kurdische
Autonomie im Irak hinnimmt, dürfte an den guten Geschäftsbeziehungen
türkischer Unternehmen in den Nordirak liegen.
Es ist alles noch ein bisschen komplizierter, als es ohnehin
klingt: Bisher hatten die Kurden in Syrien ein Stillhalteabkommen mit
Diktator Baschar al-Assad. Sie bekämpften terroristische Gruppen wie
den IS oder die al-Nusra-Front ausgesprochen effektiv. Doch jetzt
nähern sich Ankara und Damaskus wieder aneinander an, der türkische
Geheimdienstchef soll gerade in der syrischen Hauptstadt zu
Konsultationen gewesen sein. Darum wird Erdogans Eingreifen
vordergründig den IS eindämmen, vor allem aber neue Konflikte in der
Region heraufbeschwören. Leidtragende sind einmal mehr die Kurden.
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Datum: 24.08.2016 - 20:52 Uhr
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