Potenziale von Biosimilars für die Rheumatherapie noch nicht ausgeschöpft
ID: 1396244
Beim diesjährigen Rheumakongress in Frankfurt am Main wurde erneut
deutlich: Biologika haben die Therapiemöglichkeiten für die
Patientinnen und Patienten in den vergangenen Jahren erheblich
erweitert. Allerdings werden diese auch zu einem erheblichen
Kostenfaktor für die gesetzlichen Krankenkassen. Der Ablauf von
Patenten ermöglicht jedoch den Einsatz von preisgünstigeren
Nachfolgepräparaten, den sogenannten Biosimilars.
Professor Dr. med. Hanns-Martin Lorenz, 1. Vizepräsident der
Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, begrüßte im Rahmen des
Kongresses diese Entwicklung. Die Deutsche Gesellschaft für
Rheumatologie schließe sich der Meinung der Arzneimittelkommission
der Deutschen Ärzteschaft an und unterstütze die Einführung und
Verwendung von Biosimilars gerade auch angesichts der enormen Kosten,
die mit biologisch hergestellten Medikamenten verbunden seien.
Für die in der Rheumatherapie eingesetzten Wirkstoffe Infliximab
und Etanercept sind bereits Biosimilars verfügbar. Allerdings werden
die Potenziale für die Versorgung noch nicht durchgehend genutzt. Die
Versorgungsanteile unterscheiden sich in erheblichem Maße zwischen
den verschiedenen KV-Regionen: Bei Infliximab (seit Februar 2015
verfügbar) von 10,2 bis 47,3 Prozent bei Etanercept (seit März 2016
verfügbar) von 0,9 bis 19,6 Prozent (vgl. Grafik).
"Durch die konsequente Anwendung von Best Practices, die intensive
Information der Verordner und die Umsetzung regionaler
Zielvereinbarungen ließen sich die Versorgungsanteile von Biosimilars
deutlich erhöhen", sagte Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars. "Bei gleicher
Versorgungsqualität könnten so enorme Einsparungen für die
gesetzlichen Krankenkassen erzielt werden."
1) Quelle: http://ots.de/Kw8qM
Die AG Pro Biosimilars ist die Interessenvertretung der
Biosimilarunternehmen in Deutschland.
Sie steht allen Unternehmen offen, die Biosimilars entwickeln,
herstellen und für die Versorgung bereitstellen. Die
Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des Pro Generika e.V. engagiert
sich für einen bedarfsgerechten Zugang der Patientinnen und Patienten
zu modernen biopharmazeutischen Arzneimitteltherapien, für eine
bezahlbare Versorgung und für faire und nachhaltige
Wettbewerbsbedingungen.
Pressekontakt:
AG Pro Biosimilars
Inga Draeger
Managerin Biosimilars
Tel.: (030) 81 61 60 9-60,
draeger@probiosimilars.de / www.probiosimilars.de /
http://twitter.com/probiosimilars
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Datum: 05.09.2016 - 10:43 Uhr
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