NOZ: Tricks von Vermietern: Mieterbund fordert Nachbesserung der Mietpreisbremse
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Nachbesserung der Mietpreisbremse
Direktor Siebenkotten: Vermieter müssen Möblierungszuschläge
ausweisen
Osnabrück. Wegen der Tricks vieler Vermieter mit möblierten
Wohnungen muss nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes (DMB) die
Mietpreisbremse nachgebessert werden. In einem Gespräch mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte der Bundesdirektor
Deutscher Mieterbund (DMB), Lukas Siebenkotten: "Wir fordern, dass
Möblierungszuschläge in Cent und Euro explizit im Mietvertrag
ausgewiesen werden müssen." Das müsse der Gesetzgeber in der
Mietpreisbremse entsprechend klar stellen. Das Problem sei, dass es
keine Vergleichsmieten für möblierte Wohnungen gebe und manche
Vermieter die Obergrenzen umgehen oder verschleiern wollten. "Vor
allem in Großstädten würden immer häufiger Appartements oder
Wohnungen im hochpreisigen Segment möbliert angeboten", sagte
Siebenkotten.
Nach einer neuen Studie umgehen viele Vermieter mit möblierten
Wohnungen die Obergrenzen für Mietaufschläge. Laut Mietpreisbremse
darf die Miete nicht höher liegen als die örtliche Vergleichsmiete
plus zehn Prozent. Siebenkotten forderte: "Will der Vermieter von
dieser Obergrenze abweichen, muss er bei Vertragsabschluss die Gründe
nennen, warum das ausnahmsweise erlaubt sein soll." Das müsse für
einen Möblierungszuschlag genauso gelten wie für andere Ausnahmen von
der Mietpreisbremse, etwa wenn die Vormiete höher war oder die
Wohnung modernisiert wurde.
Die Mietpreisbremse wurde im vergangenen Sommer für ausgewählte
Städte in 11 von 16 Ländern eingeführt. Dort dürfen Mieten bei neuen
Verträgen in der Regel nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen
Vergleichsmiete liegen, wie sie im Mietspiegel festgelegt ist. Bei
Neubauten und der ersten Vermietung nach umfassender Sanierung gilt
die Regel nicht. Laut Studien verfehlt die Mietpreisbremse bisher
aber weitgehend ihre Wirkung.
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Datum: 05.09.2016 - 13:40 Uhr
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