Staat und Wirtschaft müssen risikobereiter werden
ID: 13975
Sollte das nicht gelingen, seien die erhofften Investitionen von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung nicht zu erreichen. Dieses Ziel hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder für das Jahr 2010 in Aussicht gestellt. Experten und Berater bemängeln schon seit längerer Zeit, dass zwar durch Forschung und Entwicklung die Grundlagen gelegt werden, aber das unternehmerische Klima für innovative Dienste und Produkte fehle.
"Wir sind mit unseren Ergebnissen nicht im Bewusstsein der Grossindustrie und auch nicht in dem der mittelständischen Industrie verankert", sagte Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft http://www.mpg.de. Wirtschaft und Grundlagenforschung müssten stärker aufeinander zugehen. "Die deutsche Forschung ist gefordert, die Lücke zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Umsetzung in Produkte zu schliessen", sagte Gruss. Er kündigte dazu eine eigene Initiative an.
Die Max-Planck-Gesellschaft werde dafür gemeinsam mit der Bundesregierung ein Konzept entwickeln. "Wir wollen Strukturen bilden, die die Wertschöpfungskette so verlängern, dass die Risikokapitalgeber wieder investieren." Selbst neue Höchststände bei Entwicklungen und Patenten werden nicht helfen, wenn die Visionen und der Mut für kommerzielle Umsetzungen fehlen.
"Heute existiert in Deutschland ein ausgesprochenes Negativ-Klima für neue Geschäftskonzepte. Wagniskapital fehlt grundsätzlich auf dem deutschen Markt und die Banken finanzieren nur eigenkapitalstarke Unternehmen, die in bekannte und somit berechenbare Geschäftskonzepte investieren. Komme ich aber als Unternehmer mit der Idee für neue Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, werde ich nicht finanziert", moniert Michael Sander, Geschäftsführer der TCP Terra Consulting Partners GmbH http://www.terraconsult.de in Lindau.
Es müsse nicht nur ein Innovationsklima entstehen, sondern auch ein Investitionsklima, so Sander. Der Staat könne dafür aber nur die Voraussetzungen schaffen. Dass in Deutschland im Grunde die Innovationsbranchen im Zuge des Niedergangs des Neuen Marktes weggebrochen seien, so Sander, sei aber auch auf eine verfehlte Wirtschaftspolitik zurückzuführen. Sich auf die DAX-Schwergewichte zu stützen, zementiere zwar den Status Quo, aber dieses Sicherheitsdenken würde auch die Chancen einfrieren. "Wir brauchen nicht nur ein Innovationsklima, sondern auch ein Investitionsklima, besonders für Firmenneugründungen", fordert Sander. Die Wirtschaft müsse Chancen sehen können, damit sie bereit sei, Risiken einzugehen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 06.10.2004 - 09:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 13975
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Silke Landwehr
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 06.10.2004
Diese Pressemitteilung wurde bisher 888 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Staat und Wirtschaft müssen risikobereiter werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




