Neue Vorwürfe gegen den Geologischen Dienst der Bundesregierung - Recherchen von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung
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die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, BGR, in den
letzten Jahren auch finanzielle Mittel direkt von Unternehmen aus der
Energie- und Rohstoffbranche erhalten. Recherchen von WDR, NDR und
Süddeutscher Zeitung ergaben, dass seit 2003 zur Finanzierung von
insgesamt 16 Forschungsprojekten 2,1 Mio. Euro an die BGR gegangen
sind. Das Geld stammt überwiegend von großen Energiekonzernen wie
E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW, Shell und Total und wurde vor allem zur
Finanzierung von Personalkosten in diesen Projekten verwendet.
Die Hälfte dieser Projekte befasste sich mit der umstrittenen
CCS-Technologie zur Speicherung von CO2 im Untergrund. Die BGR
erklärte, man habe sich bei den Vorhaben in einem "klar definierten
gesetzlichen Rahmen" für Drittmittel bewegt. Die Bundesregierung
sieht nach eigenen Angaben keine Indizien dafür, dass Dritte Einfluss
auf die Forschungsergebnisse der BGR genommen haben. Unabhängigkeit
und Neutralität der Bundesanstalt seien stets gewährleistet gewesen.
Die Grünen-Abgeordnete Kotting-Uhl äußerte gegenüber dem WDR
dagegen Zweifel an der Unabhängigkeit der BGR und wirft ihr
Interessenvertretung im Sinne der Industrie vor. Die Aufgabe der
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ist die Beratung
der Bundesregierung zu Energie- und Rohstoffragen. Zu ihren
Themenfeldern gehören neben CCS unter anderem die
Atommüll-Endlagerung und das umstrittene Fracking.
Anfang Juli hatten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung berichtet, wie
mit Industriegeldern seit Mitte der 80er Jahre über die
Hans-Joachim-Martini-Stiftung verdiente Mitarbeiter gefördert und
ausgesuchte Studien finanziert wurden. Seitdem ermittelt die
Staatsanwaltschaft Hannover wegen Korruptionsverdachts.
Sperrfrist: 9.9.2016, 00:00 Uhr
Das Erste berichtet darüber am 9.9. in der 12-Uhr-Ausgabe der
Tagesschau
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Datum: 09.09.2016 - 00:00 Uhr
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