Lage spitzt sich zu: Spendermangel lässt Depots ausbluten
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für den Notfall stehen keine passenden Blutkonserven zur Verfügung.
Vor dem Horrorszenario warnen Blutspendedienste schon seit Tagen.
Leider ohne Erfolg. Die Liegen auf den Blutspendeterminen und in den
Zentren bleiben weiterhin leer. Nun steht das Wochenende vor der Tür
und das Ende vom Sommer ist längst nicht in Sicht. Ärzte appellieren,
sich dringend zur Blutspende zur Verfügung zu stellen. Sonst könnte
der Ernstfall schon kommende Woche drohen.
Auch der Haema Blutspendedienst ruft alle gesunden und
Volljährigen zur Blutspende auf. Die 35 Standorte sind heute noch bis
in die Abendstunden und morgen Vormittag geöffnet. Wer Blut spenden
möchte, muss über 18 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm
wiegen. Für die Anmeldung wird der gültige Personalausweis benötigt.
Alle Infos gibt's auf www.haema.de oder telefonisch kostenfrei unter
0800 977 977 0.
Erste Konsequenzen des Mangels an freiwilligen Blutspendern sind
bereits spürbar. In einigen Kliniken werden die OP-Pläne
zusammengestrichen. Das heißt, dass nur dort operiert wird, wo es
besonders dringend notwendig ist. Alle Operationen, die ohne Gefahr
für den Patienten verschoben werden können, stehen hinten an. Problem
der Versorgung mit Blutprodukten ist die Haltbarkeit der Konserven.
Je nach Bestandteil sind Blutprodukte nur zwischen vier und 47 Tagen
haltbar. Eine Bevorratung ist damit schwierig.
Regelmäßig entsteht in den Ferien und Sommermonaten eine gewisse
Knappheit an Spenderblut. Doch der unverhofft schöne und lang
anhaltende Spätsommer macht in diesem Jahr den Blutspendediensten
besonders zu schaffen. Wo sonst Anfang September das Sommerloch
langsam gestopft werden kann, herrscht aktuell weiterhin gähnende
Leere - in den Spendeeinrichtungen und damit auch in den Blutdepots.
Pressekontakt:
Marion Junghans, Pressestelle Haema Blutspendedienst,
0341-4783016502, mjunghans@haema.de
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Datum: 09.09.2016 - 12:59 Uhr
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