Coface sieht MOE-Länder weiter im Aufschwung / Studie: Die 500 größten Unternehmen profitieren vom günstigen Wirtschaftsumfeld in Mittel- und Osteuropa
ID: 1402293
Mittel- und Osteuropa (MOE). Das durchschnittliche BIP stieg um 3,3
Prozent nach 2,6 Prozent 2014. Der Privatkonsum zog durch sinkende
Arbeitslosigkeit und höhere Gehälter an. Zudem stützten die
EU-Fördermittel die Investitionen. Fazit von Coface: Die Wirtschaft
in Zentral- und Osteuropa floriert. Der internationale
Kreditversicherer ging in einer neuen Studie der Frage nach: Wie
erging es den größten Unternehmen der Region? Ergebnis: Die 500
größten Unternehmen beendeten 2015 mit gestiegenen Umsatz- und
stabilen Mitarbeiterzahlen.
"Die Entwicklungen im Ranking der Top-500-Unternehmen
veranschaulichen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im
erfolgreichen vergangenen Jahr", erklärt Katarzyna Kompowska, Coface
Executive Manager Central and Eastern Europe (CEE), das Ergebnis der
jährlichen Studie zu den Top 500 Unternehmen in MOE: "Coface CEE Top
500". Die Volkswirtschaften profitierten demnach von der wachsende
Inlandsnachfrage, die von geringerer Arbeitslosigkeit und höheren
Gehältern gestützt wird, sowie von steigenden Investitionen in den
meisten Ländern. Durch die allmähliche Erholung des
Haupthandelspartners Eurozone und dem wichtigen Beitrag der
EU-Fördermittel stieg der Export an. "Das Zusammenspiel dieser
Faktoren machte 2015 zu einem Jahr mit solidem Wachstum für
Unternehmen", sagt Katarzyna Kompowska. "Die Top-Player verbuchten
gestiegene Umsatz- und stabile Mitarbeiterzahlen."
Die "CEE Top 500"-Unternehmen steigerten zusammen den Umsatz um
4,2 Prozent auf 593 Milliarden Euro, den Gewinn sogar um 3,7 Prozent
auf 26,9 Milliarden. Sie zählen weiter zu den wichtigsten
Arbeitgebern. 4,3 Prozent (+0,5 Prozent) der gesamten
Erwerbsbevölkerung sind bei den Top 500 Unternehmen angestellt. Dies
beeinflusste die Beschäftigungszahlen insgesamt positiv.
Die größte Volkswirtschaft der Region, Polen, hat die meisten der
Top-Unternehmen. Durch die starke Inlandsnachfrage überstand das Land
die Wirtschaftskrise vergleichsweise gut. Insgesamt schafften es 167
polnische Unternehmen in das Ranking, neun weniger als im Vorjahr.
Die polnische Wirtschaft erzielte seit 2014 solide Wachstumsraten von
über 3 Prozent. Das größte Wirtschaftswachstum in MOE erreichte 2015
die Tschechische Republik (4,5 Prozent). Zudem hatte das Land eine
der niedrigsten Arbeitslosenzahlen in der EU mit einer Quote von 5,1
Prozent. Öffentliche Investitionen und der effiziente Einsatz des
alten EU-Budgets kurbelten die Wirtschaft an. Diese Entwicklung
spiegelt sich auch im Ranking wieder, in dem Tschechien mit 71
Unternehmen unter den Top 500 seine Position das vierte Jahr in Folge
verbessert. Ungarn verlor eine Position, sicherte sich aber mit 69
Unternehmen, vier weniger im Vergleich zu 2014, im Ranking wieder
einen Platz "auf dem Podest". Die verbliebenen Top-Player
verzeichneten jedoch mit 13,8 Prozent das höchste Umsatzwachstum
aller in der Studie analysierten Länder. Seit der Rezession im Jahr
2012 erzielte Ungarn solide Wachstumsraten. 2015 waren es 2,9
Prozent.
"Die Prognosen für 2016 entsprechen fast jenen von 2015 mit einem
geschätzten Wachstum von 3,0 Prozent. Weitere Verbesserungen am
Arbeitsmarkt und das wachsende Vertrauen der Konsumenten werden die
Haushaltsnachfrage als wichtigsten Wirtschaftsmotor in der Region
stärken", erwartet Michael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria.
Die gesamte Studie zum Download unter: www.coface.de
Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Pressesprecher Erich Hieronimus
Tel. 06131/323-541
erich.hieronimus@coface.com
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Datum: 20.09.2016 - 11:00 Uhr
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