Neue Studie offenbart Disruption in firmeneigenen Datencentern
Bei der Digitalisierung, in Deutschland läuft sie unter dem Stichwort "Industrie4.0", verzahnt sich die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Die Digitalisierung bestimmt die gesamte Lebensphase eines Produktes: Von der Idee, über die Entwicklung, Produktion, Nutzung und Wartung bis zum Recycling. Produktions- und Logistikprozesse werden unternehmensübergreifend vernetzt. Damit können der Materialfluss optimiert, mögliche Fehler frühzeitig erkannt werden. Hersteller werden in der Lage sein, Produkte nach individuellen Bedürfnissen kurzfristig bereitzustellen und direkt an die Verbraucher zu vermarkten.
Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen den Investitionen eines Unternehmens in seine Informationstechnologie (IT) und dem Erfolg bei der Digitalisierung. Ist die IT noch traditionell und primär am Betrieb ausgerichtet, sind die Ziele der Digitalisierung kaum zu erreichen. Warnt der Chef des Hamburgischen Welt Wirtschafts Instituts (HWWI) Henning Völpel: " Wer nicht die Voraussetzungen geschaffen hat, um an der digitalen Transformation teilzunehmen, wird ausgetauscht werden, weil er nicht mehr kompatibel mit dieser neuen Welt ist."
In den deutschen Unternehmen ist dies erkannt worden. Nur noch jedes vierte Unternehmen will in eigene Rechenzentren investieren. Wachstum und digitale Anforderungen werden künftig über externe Rechenzentren und Cloud-Plattformen abgedeckt.
Allerdings fehlen den meisten Unternehmen sowohl die Erfahrung wie auch die geeigneten Mitarbeiter, um diese Voraussetzung für die Digitalisierung abzudecken. Ohne externe Unterstützung drohen Projekte zu scheitern. Externe IT-Dienstleister können daher ein wesentlicher Faktor für den Digitalisierungserfolg sein. Sie können die Wissenslücken der Mitarbeiter mit ihrem Know how überbrücken und sie zugleich an die neuen Herausforderungen heranführen.
Dies ist das Ergebnis einer empirischen Studie ("Disruption im Data Center - IT-Management im Kontext der digitalen Transformation") der Crisp Research AG, Kassel. Sie wurde im Auftrag der Hamburger Nexinto GmbH erstellt. Sie unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation. Dazu Diethelm Siebuhr, CEO der Nexinto Holding: "Unsere Studie zeigt, dass die IT mehr und mehr zum entscheidenden Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg wird. Dabei "im eigenen Saft zu schmoren", ist gefährlich. Nur mit Bordmitteln verlieren Unternehmen bei der Digitalisierung den Anschluss."
Die Befragung von 155 Unternehmen aus 12 Branchensegmenten hat nach Angaben des unabhängigen IT-Forschungs- und Beratungsunternehmen Crisp repräsentativen Charakter. In die Studie waren Internetunternehmen, mittelständische Betriebe, Konzerne sowie Unternehmen der öffentlichen Hand eingebunden, die unter 1000 bis über 10000 Mitarbeiter beschäftigen. Darunter 81 Konzerne.
Befragt wurden im Mai und Juni 2016 neben der Geschäftsführung und IT-Verantwortlichen auch Vertriebsleiter sowie Verantwortliche aus den Bereichen technische Wartung und Kundendienst. Sie haben das Ohr am Kunden. Ihnen kommt bei den Anforderungen an die neuen digitalen Prozesse eine zentrale Rolle zu. Die Digitalisierung der Kundenbeziehungen gilt als Schlüssel zu mehr Kundennähe und dient zu Abwehr der Wettbewerber. Dies zeigen der Maschinen- und Anlagenbau, die Chemie-, sowie die metallverarbeitende Industrie. Hier stehen im Zentrum der Digitalisierungsaktivitäten mit jeweils weit über 60 Prozent vernetzte Produkte sowie das "Internet of Things" im Fokus.
Dabei gibt es "Digitale Vorreiter", die deutlich stärker auf Cloud-basierte Infrastrukturen setzen und "Digitale Nachzügler". Insbesondere der Mittelstand, dies zeigen Studien, muss noch für Nutzen und Vorteile sensibilisiert werden, die das Ziel der Digitalisierung und damit einer komplett sich selbst steuernden Produktion mit sich bringt.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 20.09.2016 - 15:00 Uhr
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