Krankheitsrecherche online - Die meisten setzen auf Dr. Google
ID: 1402762
Internet nach Informationen zu Krankheiten gesucht. Das gilt sowohl
bei leichten Beschwerden als auch bei schweren Krankheiten. Fast alle
User starten ihre Recherche mit den einschlägigen Suchmaschinen, wie
beispielsweise google.de. Ungefähr die Hälfte lernt über
Gesundheitsblogs und Gesundheitsforen die Sichtweise anderer
Betroffener kennen. Genauso viele suchen auf speziellen
Gesundheitsseiten, wie etwa netdoktor.de oder apotheken-umschau.de.
Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Meinungsumfrage des
Deutschen Gesundheitsmonitors des BAH im zweiten Quartal 2016.
Interessant dabei ist, dass soziale Netzwerke bei der
Krankheitsrecherche fast keine Rolle spielen: Facebook & Co. nutzen
weniger als 10 Prozent der Informationssuchenden.
Was wird gesucht? Sowohl bei leichten als auch bei schweren
Erkrankungen suchen fast alle nach Informationen zum Krankheitsbild
(91 Prozent). Die Recherche nach Behandlungsmöglichkeiten spielt bei
schweren Erkrankungen (87 Prozent) eine etwas größere Rolle als bei
leichten Erkrankungen (81 Prozent).
Bei der Frage nach dem Zweck der Informationssuche zeigt sich eine
Tendenz zum kritisch-aufgeklärten Patienten: Mehr als drei Vierteln
der Befragten helfen die Informationen dabei, bei Ärzten und
Apothekern gezielter nachzufragen. Und ungefähr zwei Drittel der
Befragten nutzen die Informationen dazu, über Alternativen zu einem
Arzneimittel nachzudenken. Allerdings ist auch jeder Dritte durch die
Vielzahl der online angebotenen Informationen verwirrt.
Der Deutsche Gesundheitsmonitor des BAH besteht aus drei Modulen:
Der Deutsche Gesundheitsindex spiegelt als Kernstück regelmäßig die
Antworten der deutschen Bevölkerung auf Fragen zur Gesundheit und zum
allgemeinen Wohlbefinden wider. Der Image-Monitor Gesundheitssystem
bildet ebenfalls regelmäßig das Vertrauen der Bevölkerung in die
Akteure des Gesundheitswesens ab. Variierende Brennpunktthemen
reflektieren die Meinung zu aktuellen Themen. Weitere Informationen
zum Deutschen Gesundheitsmonitor des BAH finden sich auf der Website
des BAH.
Pressekontakt:
Dr. Hermann Kortland
Stellv. Hauptgeschäftsführer
Tel.: 030 / 3087596-110
kortland@bah-bonn.de
Holger Wannenwetsch
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 3087596-122
wannenwetsch@bah-bonn.de
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Datum: 21.09.2016 - 09:54 Uhr
Sprache: Deutsch
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