50.000 Verbraucher fordern: Schluss mit der Verpackungsflut bei dm
ID: 1404577
Deutschen Umwelthilfe soll die Ressourcenverschwendung bei Europas
größter Drogeriemarktkette stoppen - Pro Jahr fallen in Deutschland
mehr als 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an
Innerhalb von nur zwei Wochen haben 50.000 Menschen die gemeinsame
Petition der Berlinerin Katharina Lehmann und der Deutschen
Umwelthilfe (DUH) gegen überflüssige Verpackungen und
ressourcenverschwendende Produkte bei der Drogeriemarktkette dm
unterzeichnet. Sie fordern den Konzern auf, ökologische Verantwortung
beim Angebot seiner Produkte zu übernehmen. dm ist Marktführer unter
den deutschen Drogerien und europaweit mit über 3.000 Filialen und
mehr als 50.000 Mitarbeitern vertreten. Trotz einzelner Maßnahmen und
selbstformulierter Umweltziele tut dm kaum etwas gegen den
zunehmenden Verpackungswahn. Eine Petition gegen diesen
verantwortungslosen Umgang mit Ressourcen (www.change.org/dm)
startete am 6. September 2016 auf Change.org im Rahmen der
DUH-Kampagne "Weniger ist mehr: Schluss mit dem Müll!"
"Die hohe Zustimmung und Unterstützung so vieler Menschen macht
deutlich, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich ein
umweltfreundlicheres Produktangebot von dm wünschen.
Einwegplastikflaschen, vermeidbare Umverpackungen und
Kunststofffolien sollen aus den Regalen verschwinden. dm hat als
Marktführer eine besondere Verantwortung beim Ressourcenschutz.
50.000 Menschen fordern diese Vorbildfunktion jetzt ein und
verlangen, dass dm noch deutlich besser wird", sagt Thomas Fischer,
Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH.
Mit mehr als 17 Millionen Tonnen pro Jahr fällt in Deutschland
mehr Verpackungsabfall als in jedem anderen Land Europas an. Neben
Supermärkten sind vor allem Drogerien mitverantwortlich für diese
Abfallflut. Eine aktuelle DUH-Studie (http://l.duh.de/92bxm) macht
jedoch deutlich, dass Drogerien bezüglich des Ressourcenverbrauchs
durch Verpackungen und Produkte bislang keine klaren Strategien und
Ziele verfolgen.
Ein neues Kampagnenvideo der DUH (http://l.duh.de/bdhy4) zeigt,
wie dm und andere Drogerien Ressourcen einsparen können. Besonders
ressourcenintensive Produkte und Verpackungen können zum Beispiel
durch effizientere Alternativen ausgetauscht werden. Bei Getränken
ist Mehrweg deutlich ökologischer als Einweg. Sinnvoll ist auch der
Verzicht auf unnötige Papierschachteln, unkomprimierte Deodorants und
unkonzentrierte Waschmittel.
Katharina Lehmann, die die Petition mit der DUH gestartet hat,
sagt: "Ich freue mich sehr über die große Zustimmung. Sie zeigt mir,
dass ich nicht allein bin mit meinem Wunsch nach umweltfreundlicheren
Produkten und Verpackungen. Ich wünsche mir, dass dm sich
gesprächsbereit zeigt und die Unterschriften entgegennimmt."
Katharina Lehmann und die DUH haben den dm-Geschäftsführer Eric
Harsch persönlich angeschrieben und ihn um ein gemeinsames Gespräch
zum Thema Ressourcenschutz gebeten. Dabei sollen auch die gesammelten
Unterschriften übergeben werden.
Vom 19. bis 30. September 2016 macht die DUH mit einer großen
Plakatwand in Karlsruhe, dem Standort der dm-Konzernzentrale, auf das
Problem und die Kampagne aufmerksam.
Informationen und Hintergründe:
Die Petition: www.change.org/dm
Pressefotos: http://www.duh.de/5389.html
Kampagnenvideo: http://l.duh.de/bdhy4
DUH-Untersuchung zur Ressourceneffizienz im Drogeriehandel:
http://l.duh.de/92bxm
Bericht zum Ressourcenverbrauch in deutschen Supermärkten:
http://l.duh.de/92bxm
Pressekontakt:
Thomas Fischer,
Leiter Kreislaufwirtschaft
030 2400867-43, 0151 18256692,
fischer@duh.de
DUH-Pressestelle:
Daniel Hufeisen,
Ann-Kathrin Marggraf,
Laura Holzäpfel
030 2400867-20,
presse@duh.de,
www.duh.de
www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe
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Datum: 26.09.2016 - 12:29 Uhr
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