Nur Eigentum wird vor weiter steigenden Mieten schützen
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von Carsten Stöben, geschäftsführender Gesellschafter OTTO STÖBEN GmbH
Carsten Stöben(firmenpresse) - Lassen Sie sich nicht durch die medienwirksame Diskussion um Mietpreisbremse, bezahlbaren Wohnraum und das „Nullenergiehaus für Jeden“ ins Bockshorn jagen. Deutschland steht mit knapp über 50 % Wohneigentumsquote an vorletzter Stelle in Europa. Und es sieht so aus, als ob der Staat alles dafür tut, dass es auch so bleibt.
Weder staatlich geplante Subventionen, Prämien oder Steuervergünstigungen, Programme, Förderungen oder Eigentumszulagen sind in Sicht, dazu kommt jetzt auch noch die Neuregelung der Kreditvergabe, die selbst für viele aus dem Mittelstand den Kauf von Immobilien deutlich schwieriger macht - und das bei historisch niedrigen Zinsen!
Ständig steigende Anforderungen an den Klimaschutz, regenerative Energien, Gebäudetechnik etc. führen zu neuen Gesetzen und Reformen, die für Vermieter und Mieter auf jeden Fall mit weiteren Kosten verbunden sind. Wohnen wird alleine deshalb teurer werden müssen.
Natürlich wird Deutschland in den Metropolregionen ein Mietermarkt bleiben. Dazu gehören auch vermehrt die attraktiven Randgebiete mit guten Anbindungen an die Innenstädte. Da sich in diesen Gebieten auch die Anleger und Projektentwickler umsehen, steigen die Preise dort auch schneller als anderswo. Abseits dieser Hotspots kann der private Immobilienkäufer interessante Angebote mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis finden.
Der Eigenheimbesitzer weiß, dass der Grad zwischen angemessen und Luxus sehr, sehr schmal ist. Aber hier geht es um die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben, die man nicht wirtschaftlich oder unter Renditegesichtspunkten bewerten sollte.
Wohnen soll ja auch Spaß machen!
Beim Kauf einer schon bestehenden Immobilie lassen sich die Kosten für Renovierung und Sanierung sehr gut planen, vor allem muss nicht gleich alles erneuert werden. Somit hat man im Gegenteil zum Kauf eines Neubaus den Vorteil, dass nicht alle Kosten auf einen Schlag entstehen. Mal ganz davon abgesehen, dass alle technischen Errungenschaften eines Neubaus meist schon innerhalb der nächsten 10 Jahre wieder veraltet sind.
Übrigens: Die Immobilie als Altersvorsorge gibt es nur dann, wenn sie rechtzeitig abbezahlt wurde und sie mit dem Verkauf die letzten Jahre im Heim finanzieren können. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung im Alter ergibt sich durch den Verkauf des Eigenheims auf Leibrentenbasis oder mit einer Umkehrhypothek.
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Carsten Stöben, geschäftsführender Gesellschafter
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Datum: 30.09.2016 - 10:08 Uhr
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