Und nächstes Jahr dann "unten ohne" - Bootfahren ohne Gift
ID: 1408876
Bootseigner eine wichtige Entscheidung. Sollen sie die Winterpause
dafür nutzen, die giftigen Antifoulinganstriche an ihren Booten
aufzufrischen oder sollen sie auf umweltfreundliche Verfahren
umstellen? Aus Sicht des Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany)
sind es noch immer zu wenige Bootseigentümer, die sich die Frage nach
umweltverträglichen Methoden zum Schutz vor lästigen Ablagerungen am
Bootsrumpf stellen und auf Alternativverfahren umsteigen.
"Es gibt umweltschonende Alternativen zur Entfernung von störendem
Bewuchs an Bootsrümpfen für Süßwasserreviere. Bootseigner,
Sportbootverbände und die Politik sind jetzt gefragt, den Eintrag
dieser umweltgefährlichen Substanzen in deutsche Seen und Flüsse
endlich zu beenden", fordert PAN-Biozidexpertin Susanne Smolka. Die
Antifoulinganstriche gegen den Bewuchs von Algen, Muscheln und
Kleinstlebewesen an den Bootsrümpfen setzen kontinuierlich
gewässergefährdende Substanzen, sogenannte Biozide, frei. Dass diese
Anwendung fast uneingeschränkt in Deutschland möglich ist, erstaunt.
Schließlich wird beim Pflanzenschutz, in der Industrie und im
städtischen Bereich vieles dafür getan, den Eintrag gefährlicher
Stoffe in die Gewässer technisch und regulatorisch zu verhindern. Im
Falle der biozidhaltigen Antifoulingfarben gibt es bislang erst ein
Revier in Deutschland, in dem ihr Einsatz über eine Verordnung
grundsätzlich verboten ist, in der Wakenitz und auf den Ratzeburger
Seen. Und dort funktioniert es - seit nunmehr 13 Jahren! "Solche
regionalen Biozid-Verbote sollten deutlich vorangetrieben werden.
Andere Länder, insbesondere unsere skandinavischen Nachbarn, sind da
schon viel weiter", so Smolka.
Immerhin, ein Erfolg für den Umweltschutz ist das EU-weite Verbot
von Cybutryn (auch Irgarol® oder s-triazin genannt). Wer noch
Restmengen von Antifouling-Produkten mit Cybutryn besitzt, ist
aufgerufen, diese bis zum 31. Januar 2017 bei
Problemstoffsammelstellen abzugeben. Wünschenswert aus Sicht von PAN
Germany wären weitere Verwendungsverbote von Antifoulings. Denn nicht
nur Cybutryn, sondern alle biozidhaltigen Antifoulings wirken negativ
auf die Umwelt und viele sind zudem gesundheitsschädlich. "Ihr
Einsatz wird spätestens dann unvertretbar, wenn praktikable
Alternativen zur Verfügung stehen und dies ist für Sportboote in
Binnengewässern jetzt schon der Fall. Jetzt ist die richtige Zeit für
Bootseigner, sich zu informieren und auf Nachhaltigkeit umzusteigen",
empfiehlt die Biozid-Expertin von PAN Germany.
In dem aktuellen Faltblatt "Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit
- Alternativen zu Biozid-Antifoulings" hat PAN Germany für
umweltbewusste Booteigner hilfreiche Informationen zusammengestellt.
PAN-Faltblatt: "Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit -
Alternativen zu Biozid-Antifoulings": http://ots.de/oEmdN
Weitere Informationen auf der PAN-Webseite "Antifoulings" unter:
http://ots.de/mWV5y
Pressekontakt:
Susanne Smolka
(Referentin für Biozide / Pestizide)
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany),
Tel. 040-3991910-24, Mobil: 0176-78587727
E-Mail: susanne.smolka@pan-germany.org,
www.pan-germany.org
Original-Content von: PAN Germany, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.10.2016 - 10:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1408876
Anzahl Zeichen: 3682
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Freizeitindustrie
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Und nächstes Jahr dann "unten ohne" - Bootfahren ohne Gift"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PAN Germany (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Raus aus der Stadt und ab ins Grüne. Doch echte Natur ist kaum noch vorhanden in Deutschland. Landwirtschaft, Forst und Siedlungen nehmen den weitaus größten Teil des Landes ein. Die Landwirtschaft spielt für Klima-, Umwelt- und Naturschutz eine zentrale Rolle - durch die zunehmende Intensiv
Zögern statt Handeln: EU drückt sich vor konkreten Maßnahmen zum Umwelt- und Gewässerschutz vor Tierarzneimittel-Belastungen (FOTO) ...
Zunehmend sind Gewässer durch Verschmutzungen bedroht - dazu zählen auch hochwirksame Arzneimittel aus der Tierhaltung, die auf direktem Weg in die Umwelt gelangen. Anlässlich des internationalen Weltwassertages 2019 macht PAN Germany darauf aufmerksam, dass der Schutz von Gewässern vor
Weitere Mitteilungen von PAN Germany
Eurojackpot steigt am Freitag auf 90 Millionen Euro / LOTTO Hessen stellt aktuelles Bildmaterial bereit (FOTO) ...
Am Freitag, 7. Oktober 2016, liegen bei der Lotterie Eurojackpot 90 Millionen Euro im Jackpot. Aus diesem Anlass stellt LOTTO Hessen honorarfreies Fotomaterial für Journalisten zur Verfügung. Die Lotterie Eurojackpot wird in allen rund 2000 Verkaufsstellen von LOTTO Hessen angeboten. Der A
Sonderwünsche: Restaurants müssen flexibel sein! / Aktuelle Bookatable-Umfrage: Werden Sonderwünsche nicht erfüllt, verlieren Gastronomen drei Viertel ihrer Gäste (FOTO) ...
"Iss dein Gemüse, damit du groß und stark wirst!" Eine Elternweisheit, die vielen Menschen auch lange nach ihrer Kindheit noch im Ohr klingelt: Als Erwachsene wissen wir, dass Geschmäcker verschieden sind und können selbst entscheiden, worauf wir gut und gerne verzichten. Booka
ImmobilienScout 24-Studie "Wie trennt sich Deutschland" zeigt: Was passiert mit der Immobilie nach der Trennung? / Streitthema oder Einigkeit bei scheidenden Paaren? ...
Mögliche Konsequenzen für die gemeinsame Immobilie bei einer Scheidung müssen vor der Anschaffung bedacht werden. Doch daran wollen beim Kauf nur die Wenigsten denken. 75 Prozent der Befragten haben dies weder gedanklich durchgespielt, noch vertraglich beispielsweise in Form eines Ehevertrages
Nie ohne Rucksack-Apotheke - Bei Wanderungen sollte jeder für Notfälle gerüstet sein ...
Egal ob lange Bergtour oder kurze Wanderung - für Notfälle sollte man in jedem Fall gerüstet sein. "Ein Sturz passiert schnell. Dann ist man froh, wenn man eine Wunde mit sterilen Pflastern versorgen kann - statt mit einem alten Taschentuch", betont der Apotheker Dr. Thomas Maschke au




