Internationale Proteste nach Boykott-Aufruf gegenüber Färöer-Band TYR - Keine Bühne für Walmörder¨
ID: 1410782
nach Bekanntgabe der Europatour der international bekannten
Färöer-Metal-Band TYR mehrfach auf seiner Facebook-Seite aufgerufen,
die entsprechenden Musikclubs zu bitten, aus Tierschutzgründen die
Auftritte der Band von der nordatlantischen Inselgruppe abzusagen.
Der WDSF-Boykott-Aufruf beruht darauf, dass der Frontmann von TYR,
Heri Joensen, die alljährlichen hundertfachen Tötungen von Grindwalen
("grind") propagiert und an Ausweidungen der Meeressäuger
teilgenommen hat sowie die Abschlachtungen in den Songs der Band
verherrlichen würde. Ein Foto mit ihm und einem getöteten Grindwal
postete Joensen selbst auf seiner Facebook-Seite und schrieb: "Real
men kill their own meat like this long-fined pilot whale." (Ein
wahrer Mann tötet sein eigenes Fleisch wie diesen Pilotwal).
Nach Tausenden von Protesten haben sechs Clubs mit ihren
Veranstaltern in Deutschland die geplanten Auftritte von TYR wieder
abgesagt. Der Logo-Club in Hamburg erhielt daraufhin alleine über
1.700 positive Likes. Einnahmen von insgesamt rund 10.000 Zuschauern
entfallen damit für die Band und die Veranstalter anlässlich der
geplanten Tour in Deutschland.
Ursprünglich hatte auch der Club from Hell in Erfurt dem WDSF
schriftlich zugesagt, dass die Färöer-Band abgesagt sei. Auf der
Homepage dieses Clubs heißt es nun:"Nach den Verwirrungen um den
Auftritt der Band Tyr können wir hier an dieser Stelle sagen, dass
wir uns als Club nach langem Überlegen und Feedbackauswertung
entschlossen haben das Konzert komplett mit Tyr an Bord
durchzuziehen."
Seitdem entbrannte ein Proteststurm und der Club from Hell sackte
in seinen Facebook-Bewertungen erheblich ab. "Einfach nur
charakterlos" und "Walmördern eine Bühne anbieten? So einen Klub
betrete ich nicht! NEVER !!!" heißt es neben hunderten anderer
Kritiken nach dem Rückzieher des Musikclubs auf der
Facebook-Clubseite.
Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: "Nachdem wir durch
intensive Interventionen erreichen konnten, dass
Kreuzfahrtunternehmen wie Aida, Costa und HapagLloyd aus
Tierschutzgründen die Färöer-Inseln nicht mehr anlaufen, ist dieser
weitere erfolgreiche Boykott-Aufruf vielleicht die einzige Sprache,
die auf den Färöer-Inseln verstanden wird, damit sie das alljährliche
und hundertfache brutale Abschlachten von intelligenten Meeressäugern
endlich stoppen."
In der Schweiz wurden anlässlich eines geplanten Auftritts der
Farör-Band TYR und zum WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln
im November Demonstrationen vor einem Musikclub in Zug und vor dem
Fussballstadion in Luzern angemeldet. In den Niederlanden stoppte der
Club Gebr. de Nobel in Leiden ebenfalls den Bandauftritt.
Hintergrund-Infos zum Thema auf der WDSF-Homepage:
http://ots.de/HfVEu
Pressekontakt:
Jürgen Ortmüller
Gesellschafter-Geschäftsführer
Mobil: 0151 24030 952
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Datum: 11.10.2016 - 12:45 Uhr
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