Der Thin Client, das unbekannte Wesen

Der Thin Client, das unbekannte Wesen

ID: 1412941
(PresseBox) - Wer nutzt eigentlich Thin Clients und was ist das überhaupt? In den 1970er Jahren gab es die Green-Terminals für die Text-basierte Arbeit auf dem Großrechner. In den 1980ern trat der Personal Computer (PC) seinen Siegeszug an. In den 1990 Jahren kam der Terminal zurück ? als Thin Client ? in Farbe und mit Windows Look & Feel. Zum endgültigen Durchbruch verhalfen dem Thin Client die IT-Zentralisierungswelle in den 2000ern und später die Virtualisierung. Und dennoch bleibt der Thin Client für viele ein unbekanntes Wesen. Zu recht?
Der Favorit: ein fetter PC mit geschenktem Windows
Etwa 60 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland arbeiten mit Thin Clients. Zufall? Gewiss nicht. Eher eine folge des immensen Kostendrucks. In deutschen Sparkassen laufen mehr als 200.000 Thin Clients. Zufall? Wohl auch nicht. Die hohe Sicherheit, Robustheit und der geringe Platzbedarf am Schalter dürften vielmehr eine zentrale Rolle spielen. Warum halten viele Unternehmen dennoch an einem wartungsintensiven Fat Client Computing mit wartungsintensiven und potentiell unsicheren Windows-PCs fest?
Gefühlte Hürden für das Thin Client-Computing
Ein hartnäckiges Vorurteil: Mit einem Thin Client kann ich nicht dasselbe machen wie mit einem PC. Wer das behauptet, lebt weit in der Vergangenheit. Bereits seit den 1990er Jahren ersetzen Thin Clients problemlos Standardarbeitsplätze mit Office und kommen somit für rund 80 Prozent aller stationären Arbeitsplätze in Frage. Wer gedanklich im Zeitalter der Virtualisierung angekommen ist, der weiß, dass sich mit entsprechender Grafik-Power im Rechenzentrum sogar Arbeitsplätze für Desktop-Publishing, CAD oder Filmschnitt über einen Thin Client bereitstellen lassen.
Modernisierung des Rechenzentrums
Eine weitere Hürde sehen viele Unternehmen in den Kosten zur Modernisierung ihres Rechenzentrums. Schließlich benötigt ein Thin Client eine zentrale IT-Infrastruktur, um am Arbeitsplatz schlank und energieeffizient sein zu können. Das Erstaunliche: Nahezu alle Unternehmen investieren in irgendeiner Form in die Virtualisierung ihrer IT. Warum also nicht neben dem Storage auch die Desktops virtualisieren und mit der Kosteneinsparung durch Thin Clients die im Rechenzentrum entstandenen Lizenzkosten schneller abbezahlen?


Thin Client erwirkt massive Einsparungen
Die Gesamtkosten eines Thin Client-Arbeitsplatzes inklusive Serveranteil unterschreiten die eines Fat Client-Desktops um ca. 30 Prozent. Weitere Kostenvorteile entstehen durch das geringere Risiko, Ausfallkosten oder Folgekosten von Datenverlusten zu erleiden. So können sich etwa keine Viren mehr über ein USB-Laufwerk ins Netzwerk eingeschlichen einschleichen, wenn die USB-Schnittstellen der Thin Clients zentral gesperrt oder überwacht werden. Was also lässt die IT-Verantwortlichen zögern? Vielleicht ist es die Gewohnheit und der unbeirrbare Glaube an das Prinzip ?Windows PC?, das zäh wie Kaugummi unter dem Turnschuh unaufgeklärter Administratoren klebt und in von strategisch bedeutsamen Aufgaben abhält.

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Datum: 17.10.2016 - 07:45 Uhr
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