Netzwerken für die Karriere: Rund 30 Prozent aller Stellen werden über Xing und Co. besetzt – Soziale Netzwerke verzeichnen Mitgliederzuwachs in der K
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Über persönliche Kontakte wurden besonders häufig Stellen mit niedrigen Qualifikationsanforderungen besetzt. 21 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke erforderten keinen Berufsabschluss. Dies war nur bei 14 Prozent der Neueinstellungen ohne Netzwerke der Fall. Aber auch bei Stellen im oberen Segment des Arbeitsmarktes wurden persönliche Kontakte verstärkt genutzt, stellten die Arbeitsmarktforscherinnen Sabine Klinger und Martina Rebien fest: „So wurden Stellen, die Führungsqualitäten erfordern, relativ häufiger über Netzwerke besetzt.“
„Neben persönlichen Kontakten, die zu potenziellen neuen Mitarbeitern führen, sind auf Xing und Co. mittlerweile auch viele Headhunter unterwegs, die Lebensläufe und Qualifikationen sichten“, bestätigt Personalexperte Udo Nadolski diesen Trend. „Die klassische Stellenanzeige verliert im Jobmarkt 2.0 daher zunehmend an Bedeutung“, weiß der Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. „Die gestiegene Bedeutung lässt sich auch messen: Seit Beginn der Wirtschaftskrise im September 2008 hat das weltweit größte Online-Netzwerk Linked-in einen doppelt so hohen monatlichen Zuwachs wie in den Monaten zuvor. Auch das aus Deutschland stammende Netzwerk Xing verzeichnet eine starke Zunahme: Eine Million neue Mitglieder meldeten sich seit Januar an“, bestätigt der Berliner Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de den Trend. „Aus dem alten Vitamin B – B für Beziehungen – ist das neue Vitamin N geworden. Verließ man sich früher auf die Bekanntschaften aus dem Familien- und Freundeskreis, netzwerkt man heute“, berichtet das Blatt.
Laut IAB-Studie suchten im letzten Jahr 57 Prozent der Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft, 54 Prozent der Betriebe im Baugewerbe und 52 Prozent der Betriebe in Handel, Gastgewerbe und Verkehr neue Mitarbeiter über persönliche Kontakte in sozialen Netzwerken. Häufig handelte es sich auch um Jobs mit schwierigen Arbeitsbedingungen: 18 Prozent der Stellen, die im Jahr 2008 über soziale Netzwerke besetzt wurden, waren zum Beispiel mit körperlicher Anstrengung, unregelmäßigen Arbeitszeiten, Lärm- oder Hitzebelastung verbunden. Bei Anstellungen, die auf anderen Wegen vergeben wurden, lag der Anteil dagegen nur bei zehn Prozent.
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Datum: 01.12.2009 - 12:05 Uhr
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