Chance oder Risiko? - Erste umfassende Publikation im deutschsprachigen Raum zur E-Zigarette (AUDIO)
ID: 1415083
Anmoderationsvorschlag:
Vor knapp zehn Jahren konnte man die ersten E-Zigaretten hier in
Deutschland kaufen. Doch es gibt immer noch sehr viele Vorurteile,
teilweise Horrormärchen vom elektrischen Rauchen oder Dampfen, wie es
eigentlich genannt wird. Mit Vorurteilen soll nun ein
wissenschaftlicher Sammelband aufräumen. "Die E-Zigarette" ist die
erste umfassende Publikation im deutschsprachigen Raum und soll viele
fundierte Informationen und auch neue Erkenntnisse liefern. Autoren
sind nicht nur Fachwissenschaftler, sondern auch
Interessengemeinschaften und Dampfer selbst, die von ihren
Erfahrungen berichten. Helke Michael hat sich für uns informiert.
Sprecherin: Der Sammelband fasst aktuelle wissenschaftliche
Ergebnisse zusammen und liefert klare Aussagen rund um die
E-Zigarette. Zum Beispiel bestätigt die Gesundheitsinstitution in
England, dass eine E-Zigarette 95 Prozent weniger schädlich ist als
eine herkömmliche Tabakzigarette. Das Buch liefert aber auch neue
Erkenntnisse.
O-Ton 1 (Prof. Heino Stöver, 0:28 Min.): "Zum einen ist es so,
dass die E-Zigarette vor allem eine Möglichkeit ist für ehemalige
oder Noch-Raucher, elektronisch zu rauchen - oder zu dampfen, wie die
Verbraucher sagen würden. Damit hat sie diesen Umsteige- oder
Aussteige-Effekt eindeutig. Und auf der anderen Seite haben wir
festgestellt, dass Jugendliche zwar vermehrt in den E-Produkte-Konsum
einsteigen, aber dann doch der Umstieg in die Tabakzigarette relativ
bis verschwindend gering ist."
Sprecherin: Erklärt Prof. Heino Stöver, Leiter des Instituts für
Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences und
Herausgeber des Sammelbandes "Die E-Zigarette". Ergebnisse, die
aktuelle Studien mit über 25.000 Teilnehmern bestätigen. Für den
Umstieg auf das elektronische Rauchen spielen auch die vielen Aromen
eine Rolle.
O-Ton 2 (Prof. Heino Stöver, 0:24 Min.): "Man kann natürlich
einerseits auch Liquid Nikotin rauchen, man kann aber eben auch
Aromen rauchen. Für den Umsteigeeffekt ist das bedeutsam, weil, bei
gleicher haptischer und oraler Befriedigung, also Befriedigung für
die Hände und den Mund, gleichzeitig auch dieser Inhalations- und
Dampfeffekt weiterhin vorhanden ist - aber es gibt kein Nikotin mehr,
sondern nur noch Aromen. Und damit kommt man von dem Status und der
Identität eines Rauchers ein bisschen weg."
Sprecherin: Diese Aromen reizen zwar auch Jugendliche, machen sie
aber nicht abhängig.
O-Ton 3 (Prof. Heino Stöver, 0:05 Min.): "Das, was abhängig macht,
ist eben das Nikotin, und wenn man darauf verzichtet, hat man schon
ein geringeres Risiko."
Sprecher: Trotz des wissenschaftlichen Nachweises, dass
E-Zigaretten viel weniger schädlich als Tabakzigaretten sind, kämpft
das Dampfen mit seinem schlechten Image. Für Professor Stöver beruht
das auf Unwissen und Fehlinformationen.
O-Ton 4 (Prof. Heino Stöver, 0:19 Min.): "Es wäre an der Zeit,
ähnlich wie in England, den Verbrauchern eine klare Orientierung an
die Hand zu geben. Es ist nicht so unschädlich wie das Atmen frischer
Luft im Wald, vollkommen klar. Aber es ist auch lange nicht so
schädlich wie das Rauchen von Tabakzigaretten und rangiert eher im
Bereich von Nikotinersatzprodukten wie Nikotinpflaster oder
Nikotinkaugummi."
Abmoderationsvorschlag:
Wer sich also nun wirklich über E-Zigaretten und deren
gesundheitliche Risiken informieren will, kann das tun. Mehr Infos
zum neuen Sammelband "Die E-Zigarette" finden Sie auf der
Internetseite des Instituts für Suchtforschung der Frankfurt
University of Applied Sciences unter www.isff.info.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.
Pressekontakt:
Sarah Blaß (M.A.)Pressereferentin, Abteilung Kommunikation, Frankfurt
University of Applied Sciences,
Telefon: 069/1533-3041, Fax: 069/1533-2403, E-Mail:
blass@kom.fra-uas.de, www.frankfurt-university.de
Nicola Veith (M.A.),Pressesprecherin/stellv. Leitung Kommunikation,
Frankfurt University of Applied Sciences
Telefon: 069/1533-3047, Fax: 069/1533-2403, E-Mail:
veith@kom.fra-uas.de, www.frankfurt-university.de
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Datum: 21.10.2016 - 00:05 Uhr
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