TÜV Rheinland: Ungelöste Konflikte schaden dem Unternehmenserfolg
Misslungene Kommunikation ist die häufigste Konfliktursache / Spielregeln, um Eskalationen zu vermeiden / Führungskräfte als Moderatoren
Die Ursachen für Konflikte sind vielfältig: Umstrukturierungen und die zunehmende Globalisierung führen dazu, dass Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Kulturen zusammenarbeiten. Damit das reibungslos funktioniert, müssen Regeln zum Umgang miteinander getroffen werden. In internationalen Teams gilt es die Mitarbeiter mit der Kultur der anderen Länder vertraut zu machen, beispielsweise mit der Form, in der Kritik geäußert wird.
Aber auch zunehmender Leistungsdruck und ständige Veränderungsprozesse zerren an den Nerven und führen zu konfliktfördernden Verhaltensweisen. Die häufigste Ursache für Konflikte sind jedoch Missverständnisse auf der Kommunikationsebene. Ein Beispiel: Eine Führungskraft möchte den Ablauf eines Projektes verbessern, der zuständige Mitarbeiter versteht diesen Versuch als Kritik an seiner Arbeitsweise. Während der Vorgesetzte auf der Sachebene fragt, hört der Mitarbeiter auf der Beziehungsebene ? Missverständnisse sind dadurch vorprogrammiert.
Konflikte offen ansprechen
?In einer offenen Konfliktkultur werden solche Störungen zeitnah von den Betroffenen angesprochen. Oft genügen wenige erklärende Worte und der Konflikt kann beigelegt werden, bevor er richtig aufkommt?, so Dohmen. Missstimmungen direkt anzusprechen, fällt vielen Menschen schwer. Meist überwiegt die Angst davor, dass der Konflikt eskaliert. Doch nur Konflikte, in denen die betroffenen Parteien miteinander ins Gespräch kommen, können gelöst werden. Regeln zum Umgang miteinander und zur Form des Feedbacks helfen dabei, die Aussprache auf einem sachlichen Niveau zu halten.
Führungskräfte als Konfliktmoderatoren
Können die Betroffenen die Unstimmigkeit nicht allein beilegen und belastet diese das Arbeitsergebnis, ist es Aufgabe der Führungskraft, eine Lösung anzustreben. ?Oftmals wünschen sich Führungskräfte, dass wir als Betriebspsychologen die Situation bereinigen. Das ist aber nur sinnvoll, wenn der Vorgesetzte selbst involviert ist und die Mitarbeiter nicht mehr objektiv beurteilen kann. In allen anderen Fällen ist es besser, wenn wir die Führungskraft beraten und coachen, sodass sie selbst eine Lösung herbeiführen kann. Gerade in Konfliktsituationen haben Führungskräfte eine starke Vorbildfunktion?, weiß Dohmen.
Sind Konflikte sehr komplex, bringen externe Mediatoren, Konfliktbeauftragte oder eine Konfliktkommission die notwendige Neutralität mit, um einen Kompromiss herbei zu führen. Für eine nachhaltige Lösung empfiehlt es sich, die Ergebnisse schriftlich festzuhalten und einen Termin zu vereinbaren, an dem die Einhaltung überprüft wird. ?Führungskräfte und Mitarbeiter, die in der Gesprächsführung und Konfliktlösung geschult sind, zahlen sich für ein Unternehmen gleich mehrfach aus. Wir beobachten oft, das diese Kompetenzen nicht nur im Unternehmen, sondern auch im Kundenkontakt gewinnbringend eingesetzt werden?, so Dohmen.
Weitere Informationen unter www.tuv.com/abo-psychologie bei TÜV Rheinland.
TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit über 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 19.600 Menschen rund um den Globus. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von knapp 1,9 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. www.tuv.com im Internet.
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Datum: 08.11.2016 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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