Südwest Presse: Kommentar: Razzia gegen Salafisten
ID: 1422062
Der islamistische Terrorismus und die Gegenmaßnahmen der Behörden
sind inzwischen allgegenwärtig. Gut ein Dutzend mutmaßlicher
IS--Helfer wurden im letzten Halbjahr festgenommen. Der gestrige
Zugriff aber könnte ein besonderer sein. Denn wenn die Vorwürfe
stimmen, hat "Abu Walaa" bisher nur als radikaler Lautsprecher in der
salafistischen Social-Media-Szene bekannt - eine Art
All-Inclusive-Agen¬tur des Dschihad betrieben: Ideologie,
Radikalisierung und Syrien-Reiseplanung aus einer Hand. Falls sich
das beweisen lässt, kann man den Behörden nur gratulieren. Besonders
erfreulich wäre es, wenn sich bewahrheitet, dass eine entscheidende
Aussage von einem Ex-IS-Mitglied ¬stammt. Die Auslandskämpfer, die
nach Deutschland zurückkehren, sind eine außerordentlich heikle
Gruppe. Einige sind hochgefährlich, andere kriegsgeschädigt - doch
vielleicht sind auch ein paar Geläuterte unter ihnen. Diese Leute
könnten für einen effektiven Antiterror-Kampf sehr wichtig werden.
Als abschreckende Beispiele, authentische Aussteiger - und als
Kronzeugen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 08.11.2016 - 19:33 Uhr
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