Europäischer Antibiotikatag am 18. November: Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen
ID: 1423977
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) initiierte
europäische Antibiotikatag statt. Damit wollen die Organisatoren das
Bewusstsein für die zunehmende Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen
schärfen und über einen verantwortungsvollen Umgang mit chemischen
Antibiotika informieren. "Die Verordnung von Antibiotika ist nach wie
vor auf einem viel zu hohen Niveau und die Erwartungshaltung vieler
Patienten an die heilende Wirkung oft unrealistisch", erklärt der
Freiburger Mikrobiologe und Infektiologe Prof. Dr. Uwe Frank. So weiß
zum Beispiel nach Angaben des ECDC[1] jeder 2. Europäer nicht, dass
Antibiotika bei Erkältungen unwirksam sind. Einem Drittel ist darüber
hinaus unbekannt, dass Antibiotika Nebenwirkungen haben können. Einen
Weg zur Entschärfung des Resistenzproblems sieht Frank im
alternativen Einsatz von antiviral und antibakteriell wirk-samen
Pflanzeninhaltsstoffen wie den Senfölen aus Kapuzinerkresse und
Meerrettich. Das Senfölgemisch sei bei akuten und häufig
wieder-kehrenden unkomplizierten Atem- und Harnwegsinfekten eine gute
Option, um die Ausbreitung resistenter Keime zu bremsen.
Neueste Daten bestätigen nach Angaben des ECDC, dass sich immer
mehr Patienten mit antibiotikaresistenten Bakterien infizieren und
Anti-biotikaresistenzen eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche
Gesundheit darstellen. Oft würden Antibiotika im ambulanten Bereich
auf Verdacht, also ohne Abklärung des Erregers verordnet, beklagt der
Experte. So zeigt zum Beispiel eine aktuelle Datenauswertung der
BKK-Landesverbände[2], dass nur bei 3,6% der Patienten mit
ambulant-erworbenen Infektionen vor der Antibiotika-Verschreibung ein
Antibiogramm zu Abklärung des Erregers angefertigt wurde. Als ein
Grund hierfür wird unter anderem die Erwartungshaltung der Patienten
an eine schnelle Antibiotika-Verordnung genannt, die auch bei meist
viral bedingten Atemwegsinfekten besteht. "Antibiotika wirken nur
gegen Bakterien. Doch auch virale Erkrankungen werden leider immer
noch häufig fälschlich mit Antibiotika behandelt und somit die
Resistenzproblematik verstärkt", so Frank.
Senföle mit 3fach-Wirkung einsetzen
Bei virusbedingten Erkältungen oder grippalen Infekten, bei denen
auch eine bakterielle Beteiligung nicht ausgeschlossen werden kann,
können pflanzliche Arzneimittel wie zum Beispiel Senföle aus
Kapuzinerkresse und Meerrettich zum Einsatz kommen. Die
Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend[3,4],antibakteriell[5-9] und
bekämpfen aktuellen Laboruntersuchungen zufolge ebenfalls Viren[10].
Aufgrund dieser 3ach-Wirkung werden unangenehme Erkältungsbeschwerden
schnell gelindert, möglichen bakteriellen Superinfektionen
entgegengewirkt und die Krankheitsdauer verkürzt.
Klinische Studien mit Erwachsenen und Kindern belegen, dass die
Pflanzenkombination bei Blasenentzündungen und Erkältungskrankheiten
wirksam und gut verträglich ist und sogar die Rückfallquote bei
wiederkehrenden Harnwegs- und Atemwegsinfektionen senkt[11-14].
Resistenzentwicklungen sind aufgrund der Zusammensetzung der Senföle
und der vielfältigen Wirkweise dieser Pflanzenstoffe nicht zu
erwarten. Chemische Antibiotika sollten nur dann zum Einsatz kommen,
wenn Sie wirklich erforderlich sind, um die Gefahr von Resistenzen zu
minimieren. Je kritischer sie eingesetzt werden, umso wirksamer
bleiben die hocheffektiven Arzneimittel für ernste oder
lebensbedrohliche Infektionskrankheiten, so der Experte.
Experten-Interview bietet weitere aktuelle Daten und Fakten rund
um das Thema Antibiotikaresistenzen:
Weitere vertiefende Informationen zur Thematik bietet ein
ausführliches Interview mit dem Mikrobiologen Prof. Dr. Uwe Frank,
Freiburg, auf www.pflanzliche-antibiotika.de.
Literatur: Die Quellen 1-14 können auf Wunsch unter folgendem
Pressekontakt angefordert werden:
Pressekontakt:
CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH
Frank Etzel
T: 06196 / 77 66 - 113
etzel@cgc-pr.com
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Datum: 14.11.2016 - 10:00 Uhr
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