B.KWK lehnt Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE) ab
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(PresseBox) - Der Referentenentwurf zum Netzentgelt-modernisierungsgesetz (NEMoG) sieht weitreichende Änderungen vor, die den künftigen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) behindern werden.
Durch Änderungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sollen die bisher für die dezentrale Stromeinspeisung an die Anlagenbetreiber gezahlten vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE) für Neuanlagen abgeschafft und für Bestandsanlagen stufenweise innerhalb von zehn Jahren auf null gesenkt werden.
Darüber hinaus sollen bestimmte Kostenbestandteile bei der künftig vorgesehenen einheitlichen Berechnung der Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber keine Berücksichtigung mehr finden.
Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) lehnt die Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte grundsätzlich ab.
Lediglich in Netzgebieten, in denen nachweislich aufgrund von dezentralen Einspeisungen zeitweise eine Umkehr des Stromflusses in Richtung nächsthöherer Netzebene stattfindet, könnten aus Verbandssicht zusätzliche Kosten verursachungsgerecht von den vNNE abgezogen werden.
Prinzipiell entlastet Erzeugung, die in den unteren Ebenen einspeist, die darüber liegenden Netze und Umspannungsanlagen. In Zukunft werden dezentrale Einspeiser - wie Erneuerbare Energien und KWK - immer höhere Erzeugungsanteile übernehmen, so dass die Einspeisung in den unteren Netzebenen zunehmen wird.
Sowohl dezentrale KWK-Einspeiser, die hohe jährliche Betriebszeiten aufweisen als auch KWK-Einspeiser, die flexibel direkt von der Netzleitwarte gestartet werden können, besitzen einen hohen Entlastungseffekt: Sie speisen auch während kritischer Zeitpunkte ein. Aufgrund dieses nachgewiesenen Netzentlastungseffekts dürfen aus Sicht des B.KWK die vNNE für KWK-Anlagenbetreiber nicht entfallen.
Auch die Herausnahme bestimmter Kostenbestandteile aus der Berechnung der Übertragungsnetzentgelte ist nach dem B.KWK willkürlich und nicht begründet. Es sollte zunächst eine Prüfung erfolgen, welchen Einfluss die dezentrale Einspeisung auf diese Kostenbestandteile hat.
Die vollständige Stellungnahme kann auf der Internetseite des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (http://www.bkwk.de) heruntergeladen werden.
Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung des technischen Organisationsprinzips der Kraft-Wärme-Kopplung, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile rund 560 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.
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Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung des technischen Organisationsprinzips der Kraft-Wärme-Kopplung, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile rund 560 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.
Datum: 14.11.2016 - 19:37 Uhr
Sprache: Deutsch
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