Südwest Presse: Kommentar: Kinderehen
ID: 1426111
Kinderehen an. Das ist gut so und notwendig. Die Aufnahme von
Flüchtlingen hat Handlungsbedarf geschaffen.Kinder bedürfen eines
besonderen Schutzes, gerade wenn sie mit einem Erwachsenen
verheiratet wurden. Auch die 2009 in Deutschland eingeführte
Zulassung reiner Imam-Ehen gehört auf den Prüfstand. Der Staat hat
eine Fürsorgepflicht gegenüber jungen Menschen. Diese kann in der
Realität viele Formen haben. Deshalb ist der Vorstoß von
Justizminister Heiko Maas, mit dem Verbot von Kinderehen einerseits
ein klares Signals zu setzen, andererseits aber auch
Härtefallregelungen einzuführen, ein Konzept mit Augenmaß. In vielen
Ländern werden Ehen zur Versorgung von Mädchen und zu deren Schutz
vor Zudringlichkeit geschlossen, manchmal auch in jungen Jahren.
Diese Verbindungen nach Jahren oder Jahrzehnten in Deutschland
zwangsweise zu trennen, nur weil ein Partner zum Zeitpunkt der
Eheschließung minderjährig war, ginge zu weit. Der Staat hat sein
Augenmerk auf Mädchen und Jungen zu richten, die heute als
minderjährige Ehepartner nach Deutschland kommen. Vor allem wenn sie
besonders jung sind, brauchen sie Unterstützung durch einen Vormund,
um sich frei für oder gegen die bereits geschlossene Ehe zu
entscheiden oder sich für eine Schulbildung aussprechen zu können.
âEUR¯ Neues Unrecht darf eine gesetzliche Regelung nicht schaffen.
âEUR¯Auch nicht für Kinder, die aus einer Ehe von Minderjährigen
hervorgegangen sind. Die Zahl der problematischen Fälle in
Deutschland ist so gering, dass eine sorgfältige Einzelfallprüfung
möglich sein muss.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 17.11.2016 - 19:09 Uhr
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