Löschsteuerzentrale von Siemens für Mehrbereichsanwendungen
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Löschsteuerzentrale von Siemens für Mehrbereichsanwendungen
Löschsteuerzentralen vereinen zwei Geräte in einem: Brandmelderzentrale und Löschansteuerung. Ein Brandalarm erfordert sofortige Reaktion. Wenn zwischen Branderkennung und Löscheinsatz zu viel Zeit vergeht, kann schnell großer Schaden entstehen. Daher ist das Ziel einer Löschsteuerzentrale, rechtzeitig zu alarmieren und zu reagieren. Empfängt sie über die angeschlossenen Brandmelder ein Signal, setzt sie die situationsgerechten Prozesse in Gang, löst Alarm aus und leitet die Löschung ein. Letztere setzt nach einer vordefinierten Zeitverzögerung ein, kann aber während der Vorwarnphase aufgeschoben oder abgebrochen werden.
Mehrere Löschbereiche
Für mittlere bis große Anwendungen mit mehreren Löschbereichen, wie beispielsweise Rechenzentren, Reinräume oder Archive, ist das Modell XC1003-A prädestiniert. Damit lassen sich bis zu 16 Löschbereiche steuern. Die Löschsteuerzentralen für die einzelnen Bereiche oder Räume werden einfach mit dafür vorgesehenen Erweiterungsmodulen ausgestattet. Nun lassen sich die Löschsteuerzentralen praktisch an einem Ort in 19-Zoll-Einschubschränke zusammenfassen und schützen so auch bei sensiblen Anwendungen Menschen und Infrastruktur zuverlässig vor den Gefahren eines Brandes.
Damit das Sicherheits- und Bedienpersonal auch direkt beim überwachten Raum oder Bereich Systeminformationen hat und gegebenenfalls sofort reagieren kann, werden abgekoppelte Anzeige- und Bediengeräte eingesetzt. Bis zu 16 solcher Repeater kann eine XC1003-A-Zentrale über die vorhandene RS485-Schnittstelle steuern. Fernterminals kommen auch bei Räumen mit mehreren Zugängen zum Einsatz: Die Zentrale wird beim Hauptzugang, die Repeater bei den weiteren Zugängen platziert.
Großes Gehäuse, Display und Ereignisspeicher
Für Einbereichsanlagen, die beispielsweise einen einzelnen EDV-Raum oder ein Objekt wie etwa eine Turbine schützen, eignet sich insbesondere die neue Zentrale XC1005-A. Sie bietet mit ihrem großen Gehäuse viel Platz für die Verkabelung und kann auch für mittlere bis große Installationen eingesetzt werden. Zudem verfügt sie über ein Display, das die verbleibende Zeit bis zur Löschung in Sekunden anzeigt. Je nach Wert können Rettungskräfte entscheiden, ob sie für die Evakuierung von Personen den Countdown unterbrechen sollen oder nicht. Dem Techniker wiederum hilft die Digitalanzeige, indem sie wahlweise die Firmwareversion, Programmierschritte, gewählte Optionen oder Fehlercodes bei der Inbetriebnahme anzeigen kann.
Alle Modelle verfügen über einen Ereignisspeicher, der bis zu 512 Ereignisse wie Alarm, Quittierung, Rücksetzung sowie Fehler festhalten kann. Mittels eines Zusatzprogramms kann der Ereignisspeicher bequem über den PC ausgelesen werden. Ebenfalls über den Rechner lassen sich kundenspezifische Konfigurationen der Firmware hinauf- und herunterladen sowie bearbeiten. Wurde die Konfiguration auf den PC übertragen, lässt sie sich anpassen, drucken, duplizieren und auf andere Zentralen kopieren. Dies alles vereinfacht dem Techniker die Bedienung der Zentralen erheblich.
Stand-alone oder integriert
Die ganze XC10-Familie kann sowohl unabhängig als auch eingebunden in ein Siemens-Brandschutzsystem, wie etwa Sinteso oder Cerberus Pro, betrieben werden. Eine weitere Variante des integrierten Betriebs ergibt sich durch Einbinden der Zentrale und des Brandschutzsystem in ein Gefahrenmanagementsystem. In beiden Fällen erhält die Feuerwehr bei Alarm die relevanten Informationen schneller, weil sie nicht erst die XC10-Zentralen ausfindig machen muss. Adressierbare Brandmelder, die in Verbindung mit Brandschutzsystemen verwendet werden können, beschleunigen und vereinfachen die Lokalisierung eines Alarms weiter. Sie geben der Zentrale und dem Brandschutzsystem präzise den Ort des Alarm auslösenden Melders bekannt.
Mit den Zentralen der XC10-Familie lassen sich die meisten gängigen Löschanlagen ? wie beispielsweise Sinorix ? ansteuern, egal ob sie mit natürlichen oder chemischen Löschmitteln oder mit einer Gas/Wasser-Kombination funktionieren. Alle Löschsteuerzentralen steuern und überwachen eine Vielzahl von Feldgeräten und Kontrolleinheiten wie etwa Türkontakte, Ventilationssteuerung oder Füllstand in den Löschmittelbehältern. Zudem sind die Zentralen kompatibel mit zahlreichen Handfeuermeldern, optischen und akustischen Warneinrichtungen sowie Spezialmeldern wie etwa Flammenmelder. Des Weiteren entsprechen alle Zentralen den Normen EN 54-2 und 4 sowie EN 12094-1.
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen, Deutschland) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR. http://www.siemens.com/industry
Die Siemens-Division Building Technologies (Zug, Schweiz) ist weltweit führend auf dem Markt für elektrische Gebäudetechnik. Als Dienstleister, Systemintegrator und Produktlieferant verfügt Building Technologies über Angebote für Gebäudeautomation, Brandschutz, elektronische Sicherheit und elektrische Installationstechnik. Die Kombination dieser Aktivitäten macht Building Technologies zum führenden Unternehmen für energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäudelösungen (?Green Buildings?). Mit weltweit rund 39 000 Mitarbeitern erwirtschaftete Building Technologies im Geschäftjahr 2008 (30. September) einen Umsatz von rund 6 Mrd. EUR. www.siemens.com/buildingtechnologies
Ansprechpartner
Herr Patrick Niederberger
Building Technologies Division
Siemens AG
Gubelstrasse 22
CH-6300 Zug
Schweiz
Tel: +41 (41) 724-5651
patrick.niederberger@siemens.com
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Datum: 05.12.2009 - 02:06 Uhr
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