SWR soll moderner, relevanter und erfolgreicher werden
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SWR soll moderner, relevanter und erfolgreicher werden
Intendant Boudgoust stellt Strategieprozess dem Rundfunkrat vor
Zum ersten Projekt, genannt "Digital Natives", erklärte Boudgoust, dass der SWR zwar ein sehr gutes Kinderfernsehen, beispielsweise mit dem "Tigerentenclub", und ein gutes Angebot für Erwachsene habe, bei dem Lebensabschnitt dazwischen klaffe jedoch eine Lücke. Diese müsse geschlossen werden. Geschehen soll dies, so Boudgoust, "mit schrägen und jungen Sendungen und Online-Angeboten. Mit Pepp, aber auch mit Tiefgang. Ich glaube, das geht, und ich bin gespannt, was hier herauskommt." Dieser Teil des Strategieprozesses finde maßgeblich online statt, in dem Medium, in dem sich junge Leute am häufigsten aufhalten.
Bei dem strategischen Projekt, das auf das Fernsehen ausgerichtet ist, gehe es darum, dass alle Altergruppen das SWR Fernsehen als ihr Lieblingsprogramm entdecken sollen. Boudgoust: "Ich will nicht, dass das SWR Fernsehen sich künftig nur noch an die Jungen wendet. Das Zauberwort ist nicht `jung' und nicht `alt', sondern es geht um Frische, zeitgemäße Anmutung, um Aktualität. Auch eine Sendung, die thematisch eher ältere Zuschauer interessiert, kann `modern' sein. Auf der Höhe der Zeit, was die Bildsprache und die Themen angeht." Gleichzeitig müsse das SWR Fernsehen ein Programm bieten, das eindeutig auf den Südwesten Deutschlands ausgerichtet ist, der auch kein "alter" Landstrich sei, sondern für die "Erfindung" der deutschen Demokratie auf dem Hambacher Schloss ebenso stehe wie für technische Innovation bei den baden-württembergischen Tüftlern, für den Schmelztiegel am Rhein, wie ihn Zuckmayer beschrieben habe, ebenso wie für die jungen Wilden der deutschen Winzer. Boudgoust: "Wir leben in einem tollen Teil Deutschlands, und das soll man unserem Programm auch anmerken."
Das dritte strategische Projekt schließlich betreffe die "Königsdisziplin öffentlich-rechtlicher Programmarbeit, die Nachrichten". Als Vorbild, an dem sich der SWR ausrichten könne, nannte der SWR-Intendant die "Tagesschau". Boudgoust: "Die `Tagesschau' ist ein hervorragendes Beispiel für eine Sendung, die deshalb so beständig Erfolg hat, weil sie sich stets behutsam gewandelt hat. Nicht in Riesensprüngen, die `Tagesschau' hat ihre Zuschauer nie vor den Kopf gestoßen." Entsprechend diesem Vorbild sollen beim SWR Radio, Fernsehen und Online zusammen ein großes Nachrichtenangebot bilden, das, so Boudgoust; "einfach und verständlich und gleichzeitig immer auf dem aktuellen Stand ist."
Pressekontakt: Wolfgang Utz, Tel.: 07221/929-2785, E-Mail: wolfgang.utz@swr.de
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Datum: 05.12.2009 - 02:35 Uhr
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