Atomkraft: Risikoreaktoren in Europa müssen vom Netz
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Volksabstimmung mehrheitlich gegen einen vorzeitigen Atomausstieg
ausgesprochen. Diese Entscheidung kommentiert Sascha Müller-Kraenner,
Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH):
"Nukleare Technik ist nicht beherrschbar. Das hat uns die
Reaktorkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren auf erschreckende
Weise noch einmal erneut vor Augen geführt. Was in Japan passiert
ist, kann genauso bei uns und in anderen Ländern passieren. Jüngere
Vorfälle in deutschen, französischen, belgischen aber auch
schweizerischen Atomkraftwerken machen deutlich, dass das Zeitalter
der Kernenergie beendet werden muss.
Das zu Deutschland grenznah gelegene Atomkraftwerk Beznau in der
Schweiz ist mit 47 Jahren das älteste kommerziell betriebene
Atomkraftwerk. Sein Reaktordruckbehälter weist beispielsweise
erhebliche altersbedingte Mängel auf. Obwohl das Kraftwerk bereits
vor 17 Jahren abgeschaltet werden sollte, läuft es noch immer.
Weil die nukleare Gefahr nicht an der Grenze halt macht, müssen
alle Risikomeiler innerhalb Europas sofort vom Netz gehen. Ihr
Betrieb ist nicht zu rechtfertigen - vor allem nicht vor dem
Hintergrund, dass erneuerbare Energien schon heute konkurrenzfähigen,
preisgünstigen Strom liefern. Die gestern getroffene Entscheidung,
dem Atomstrom nicht vorzeitig ein Ende zu setzen, ist vor diesem
Hintergrund bedauerlich und aus Sicht der DUH eine Fehlentscheidung.
Umweltministerin Hendricks sollte sich im Gespräch mit den
deutschen Nachbarländern weiterhin dafür einsetzen, dass alte und
gefährliche Atomreaktoren vom Netz genommen werden. Außerdem fordern
wir verbindliche Mindestanforderungen an Atomkraftwerke in Europa und
die sofortige Abschaltung der gefährlichsten Meiler."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Pressestelle:
Daniel Hufeisen, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de, www.duh.de
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Datum: 28.11.2016 - 16:09 Uhr
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