Caritas kritisiert geplante Verwaltungsvereinfachung, die in Kitas mehr Kinder pro Gruppe zulässt
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"Um Kindern mit Fluchterfahrung gerecht zu werden, brauchen wir kleinere Gruppen"
Indem das Kultusministerium zur Überbelegung der Gruppen auffordert, entsteht für die Caritas der Eindruck, dass Versäumnisse der Vergangenheit bewältigt werden sollen: "Landesweit fehlen nämlich Plätze im Ü3-Bereich", so Holuscha-Uhlenbrock. "Der Grund hierfür liegt nicht im Andrang von Flüchtlingskindern. Vielmehr wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Ü3-Plätze in Krippenplätze umfunktioniert." Diese Planungsmängel würden jetzt offenkundig.
Für die Caritas Rottenburg-Stuttgart führt die Aufnahme von Kindern mit Fluchterfahrung in einzelnen Kommunen durchaus zu Engpässen. Aber ein landesweites, neues Verwaltungsverfahren sei der falsche Weg. Vielmehr bedürfe es eines Sonderprogramms des Landes für notleidende Kommunen.
Zum Hintergrund:
Das Kultusministerium vereinfacht in Kürze das Verwaltungsverfahren, so dass die Höchstgruppenstärke in Kitas überschritten werden darf. Dies begründet das Ministerium damit, dass in manchen Städten und Gemeinden durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien mehr zusätzliche Betreuungsplätzen in Kitas gebraucht werden. Künftig brauchen die Träger nur per Selbstverpflichtungserklärung bestätigen, dass sie für jede Gruppe, die die Höchstgruppenstärke übersteigt, eine weitere Kraft einstellen. Zusätzlich zur Höchstgruppenstärke können pro Gruppe maximal zwei Kinder mit Fluchterfahrung aufgenommen werden.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart rund 1.800 Einrichtungen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen knapp 30.000 Mitarbeiter/innen und 33.000 Ehrenamtliche tätig sind. An 42 Standorten bieten der Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Beratung für schwangere Frauen an.
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
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Datum: 09.12.2016 - 10:45 Uhr
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Politik & Gesellschaft
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