Südwest Presse: Kommentar: Russisches Doping-System
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Leistungssports selbst Kummer gewohnte Beobachter fassungslos: Da
bekamen Nationaltrainer Prämien, wenn sie Dopingmittel an ihre
Athleten verkauften. Und die Anti-Doping-Agentur Rusada bestach
Kontrolleure, damit sie Sportler vor unangekündigten Tests warnten
und Proben gefälscht werden konnten. Zwölf Medaillengewinner der
Winterspiele 2014 in Sotschi sollen darunter sein. Die Beweise hat
der kanadische Chefermittler McLaren gesammelt und jetzt im zweiten
Teil seines Russland-Reports als "institutionelle Verschwörung"
charakterisiert. Obwohl schon Teil eins Staatsdoping anprangerte,
hatten bei Olympia in Rio fast 300 russische Sportler starten dürfen.
Nun kann es sich das IOC um den deutschen Präsidenten (und
Putin-Freund) Thomas Bach nicht mehr so einfach machen. An sein
Postulat der Null-Toleranz-Politik muss sich Bach endlich selbst
halten und den jetzt auch von vielen deutschen Funktionären
geforderten Komplett-Ausschluss Russlands von den Winterspielen 2018
auf den Weg bringen. Sonst macht sich der Tauberbischofsheimer Jurist
zum Unterstützer eines professionellen Betrugssystems.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
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Datum: 09.12.2016 - 19:21 Uhr
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