Auf die Signale achten / So erkennen Eltern, ob ihre Kinder unter Stress undÜberforderung leiden
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und merken oft nicht, dass sie diese damit überfordern. Erwachsene
seien häufig "gefangen in ihrer Berufswelt und übertragen die
Maßstäbe auf das Leben der Kinder, oft unbewusst", erläutert Anton
Flunger, Kinder- und Jugendpsychotherapeut aus Prien am Chiemsee, im
Apothekenmagazin "Baby und Familie". Für den Bielefelder
Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Arnold Lohaus ist die Schule der
wesentliche Faktor für Stress in der Kindheit. Die Erwartungen an die
Kinder hätten sich erhöht: "Sie sollen Karriere machen und schon in
der Grundschule gut sein, um später aufs Gymnasium zu gehen."
Gleichzeitig schwinde die Zeit für Ausgleichsaktivitäten, die wichtig
seien, um Stress abzubauen. Eltern sollten daher darauf hören, was
die Kinder erzählen, und die Aussagen ernst nehmen. "Auch auf Signale
achten: Wenn ein Kind ständig mit Kopf- und Bauchweh aus der Schule
kommt oder schlecht einschläft, dann stimmt etwas nicht", sagt
Lohaus. Nützlich sind stundengenaue Wochenpläne. Sie machen sichtbar,
ob Lernzeiten oder Pflichttermine überhandnehmen und ob genug Zeit
für Ausgleich bleibt. "Dabei können auch Hobbys, die Kinder gerne
machen, zum Problem werden, wenn es zu viele gibt", betont der
Entwicklungspsychologe.
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Sylvie Rüdinger
Tel. 089 / 744 33 194
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Datum: 20.12.2016 - 10:00 Uhr
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