Südwest Presse: Kommentar zur katholischen Kirche
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wird der Brief von vier ultrakonservativen Alt-Kardinälen an Papst
Franziskus an die Öffentlichkeit lanciert. Darin fordern die Kleriker
das Kirchenoberhaupt ultimativ auf klarzulegen, wie Franziskus es nun
hält mit dem Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene. Das
Thema ist in der katholischen von Relevanz. Es geht dabei um eine
Grundsatzfrage. Was hat mehr Gewicht: Das Dogma von der
Unauflöslichkeit der Ehe oder eine seelsorgerische
Einzelfall-Entscheidung zugunsten von Menschen, die in ihrer Ehe
gescheitert sind und einen Neuanfang wagen? Die vier alten
Kirchenmänner wollen mit ihrem Schreiben Buchstabengenauigkeit
ertrotzen. Einen mit dem Wort "Barmherzigkeit" verbundenen
Interpretationsspielraum für Einzelentscheidungen lehnen sie ab. Der
ganze im gesäuselten Tonfall formulierte Brief darf verstanden werden
als eine Falle. Doch so unerhört das allein schon ist, dem Brief
folgen viele weitere Kapitel. Sie sind gefüllt mit dem Schweigen
Vieler, die qua Amt in der katholischen Kirche etwas zu sagen hätten.
Auch gibt es wie jetzt von Kardinal Müller Solidaritätsadressen, die
auffallend lange auf sich warten lassen. Sieht man vom Münchner
Kardinal Reinhard Marx einmal ab, ist die öffentliche Rückendeckung
für den Pontifex in Deutschland eher bescheiden. Auch in anderen
Ländern der "alten Welt" hält man sich bedeckt. Der unkonventionelle,
oft deutlich formulierende Jesuit auf dem Petrusstuhl bringt alte
Selbstverständlichkeiten durcheinander. Nach Jahren der Schockstarre
wollen Ultrakonservative nun Terrain zurück. Der Kampf um den Kurs
der Kirche tobt. Heftig.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
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Datum: 09.01.2017 - 19:21 Uhr
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