Buch zu Protestwählern und den Methoden der AfD
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In Deutschland ist es die AfD, die diese Strömung vertritt. Gerade erst 2013 gegründet wird sie heute von etwa fünfzehn Prozent der Wähler gewählt. Und im Gegensatz zu früheren Protestparteien ist auch nicht zu erwarten, dass sie in absehbarer Zeit wieder in der Versenkung verschwindet.
Zwei Themen tauchen im Zusammenhang mit dieser Partei immer wieder auf: Rechtsruck und Protestwähler. Tatsächlich findet sich beides bei der Gefolgschaft der AfD. Ein nicht unbeträchtlicher Teil ist tatsächlich deutlich rechts eingestellt, manchmal sogar rechtsextremistisch und nationalistisch. Ein andere Teil erhofft sich, dass ihm diese Partei aus seiner Misere herauszieht. Er lebt häufig am unteren Rand der Gesellschaft und hat die Hoffnung schon lange aufgegeben, dass ihn eine Partei oder Regierung jemals helfen wird. Bei der AfD glaubt er nun doch eine Partei gefunden zu haben, die ihn versteht und die ihm schließlich helfen wird.
Um diesen Teil der Wählerschaft der populistischen Partei geht es im Buch "Protestwähler und die AfD" von Karl-Heinz Heihse. Darin wird aufgezeigt, wie es zu einer so großen Unzufriedenheit kommen konnte. Heihse zeigt dabei auf, dass die Wurzel schon einige Jahrzehnte in der Vergangenheit zu finden sind und wie der immer deutlicher werdende Unmut von allen etablierten Parteien ignoriert wurde. Wie dann das Wesen der EU und die Globalisierung auf einmal da waren, von vielen nicht verstanden wurden und sich auch niemand fand, der ihnen dies erklärte. Wie schon in der Vergangenheit immer wieder Protestparteien auftraten und man es nicht für nötig fand, sich um die Ursachen des Protests zu kümmern, weil die frühen Protestparteien schon bei der nächsten Wahl wieder in der Versenkung verschwanden.
Dann kam die AfD, und man war sich sicher, dass auch sie wieder in der Versenkung verschwinden würde und man sich deswegen nicht bewegen müsse. Doch die AfD verschwand nicht. Heihse zeigt in seinem Buch auf, wie die Partei es schaffte, die Wähler an sich zu binden, so dass nun davon auszugehen ist, dass viele Protestwähler auch bei den nächsten Wahlen wieder ihr Kreuz dort machen werden.
Dann nimmt er das Parteiprogramm auseinander und legt dar, worauf es der AfD wirklich ankommt. Sollte die AfD es zu einer relevanten Größe heranwachsen, wird sie dieses Programm durchsetzen wollen. Und da darin nichts zur Beseitigung von Armut, sondern eher etwas von Förderung des Mittelstands steht, würden viele der eingefangenen Protestwähler sicher enttäuscht werden. Heihse zeigt auf, dass es dazu nicht kommen darf, denn wenn dies geschehen würde, würde unser Land zu einem Punkt zurückkehren, wo es schon einmal war. Einige Parteien haben dies inzwischen erkannt, aber warten immer noch ab und sind dem Irrglauben versessen, das es die Protestwähler schon selbst merken würden und sie dann, nach einigen kleinen und symbolischen Änderungen zu den Altparteien zurückkehren werden. Doch das wird nicht geschehen, denn die Spitzen der AfD sind sehr geschickt und darin geschult, Menschen hinter sich zu binden.
Im letzten Teil des Buches geht Heihse darauf ein, was wirklich geschehen muss, damit unser Land nicht weit nach rechts rückt und auch die vielen Protestwähler wieder zurückgewonnen werden können. Nicht nur ist deren Situation zu verbessern, sie müssen auch bei Entscheidungen, die unser Land betreffen, mitgenommen werden, was zum Beispiel bedeutet, dass man Entscheidungen nicht am Schreibtisch oder im Hinterzimmer trifft, sondern offen erläutert, wo und warum es ein Problem gibt und wie dieses durch eine Entscheidung gelöst werden kann. Vieles mehr kann und muss getan werden, wenn wir die Spaltung beseitigen und den sozialen Frieden zurück haben wollen. Zu all dem lässt sich im Buch etwas lesen.
Das Buch mit dem Titel „Protestwähler und die AfD“ (ISBN 978-374167186) ist als Taschenbuch (236 Seiten) zum Preis von 9,99 Euro und als E-Book zum Preis von 6,99 Euro erschienen. Die Printausgabe kann bei den üblichen Plattformen im Internet erworben, aber auch in jedem Buchladen bestellt werden. Das E-Book finden Sie bei den üblichen Anbietern im Internet. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 15.01.2017 - 12:22 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Karl-Heinz Heihse
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Berlin
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Parteien
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Freigabedatum: 15.01.2017
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