NDR acht Mal für Grimme-Preis nominiert
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für einen Grimme-Preis 2017 nominiert. Auf die renommierte
Auszeichnung hoffen dürfen in der Kategorie "Info & Kultur" die
Dokumentationen "45 Min: Protokoll einer Abschiebung" von Hauke
Wendler, "Der Clown" von Eric Friedler und die rbb/NDR-Koproduktion
"Schatten des Krieges: Das sowjetische Erbe/Das vergessene
Verbrechen" von Artem Demenok und Andreas Christoph Schmidt. In der
Kategorie "Kinder und Jugend" ist das für funk entwickelte
Online-Projekt "Kliemannsland" nominiert. In der "Unterhaltung"
konkurrieren gleich vier NDR Formate: die Satire-Show "extra 3" mit
Moderator Christian Ehring, "Gute Nacht! Die Show vorm Einschlafen"
mit Wigald Boning, der Jahresrückblick "Herr Strunk, Herr Schulz und
das Jahr 2016" mit Heinz Strunk und Olli Schulz sowie "Panorama - Die
Show" mit Michel Abdollahi. Welchen Sendungen die Jurys die Preise
zuerkennen, gibt das Grimme-Institut bei der Verleihung am 31. März
in Marl bekannt.
NDR Intendant Lutz Marmor: "Ich freue mich, dass der NDR acht Mal
im Wettbewerb um den Grimme-Preis 2017 steht. Die NDR Nominierungen
reichen von der bewegenden Dokumentation bis zur innovativen Show.
Diese Vielfalt zeigt die Bandbreite und Qualität unseres Angebots.
Ich gratuliere allen beteiligten NDR Kolleginnen und Kollegen."
In "45 Min: Protokoll einer Abschiebung" gelang es Hauke Wendler,
ein umfassendes Bild einer Sammelabschiebung zu zeigen: von der
Planung der aufwendigen Maßnahmen über den nächtlichen Einsatz der
Zuführkommandos in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer
Ankunft im Heimatland. Die Redaktion hatte Barbara Denz, Produzent
war Pier 53 Filmproduktion. Die Dokumentation war erstmals am 1.
August 2016 im NDR Fernsehen zu sehen.
Eric Friedler (Buch und Regie) nähert sich in "Der Clown" einem
der meistgesuchten Filme der Kinogeschichte: Hollywood-Ikone Jerry
Lewis drehte 1972 in Schweden und Frankreich "The Day The Clown
Cried". Das Werk spielt in Deutschland während der Nazi-Diktatur -
und kam nie in die Kinos. Mythen und Legenden ranken sich um seine
Entstehung und die Gründe für sein Verschwinden. Redakteurin dieser
NDR Eigenproduktion war Patricia Schlesinger. Premiere hatte der
Dokumentarfilm am 3. Februar 2016 im Ersten.
Der Zweiteiler "Schatten des Krieges" erzählt, wie die Erinnerung
an den "Großen Vaterländischen Krieg" in Russland mehr zur nationalen
Identitätsstiftung beiträgt als irgendein anderes historisches
Ereignis sonst, und von einem Massenmord im "Erinnerungsschatten" der
deutschen Gedenkkultur (Bundespräsident Joachim Gauck): der
Vernichtung von drei Millionen Soldaten der Roten Armee in
Kriegsgefangenenlagern der Deutschen Wehrmacht. Die Redaktion für
Artem Demenoks und Andreas Christoph Schmidts Dokumentation lag bei
Rolf Bergmann (RBB) und Alexander von Sallwitz (NDR), Produktion:
Schmidt & Pätzel Fernsehfilme. Erstausstrahlung war im Mai und Juni
2016 im Ersten.
"Kliemannsland" liefert der NDR für funk, das Content-Netzwerk von
ARD und ZDF, zu. In "Kliemannsland" kreiert Heimwerkerkönig Fynn
Kliemann auf einem ausrangierten Hof zwischen Bremen und Hamburg
seine eigene verrückte Welt, um sie mit vielen Freunden, vor allem in
den sozialen Netzwerken, zu teilen. Produzent von "Kliemansland" ist
Cineteam Hannover im Auftrag des NDR für funk, gefördert mit Mitteln
der nordmedia. Redaktionell wird das Projekt von Yvonne Olberding und
Philipp Goewe betreut.
Die Satiresendung "extra 3" mit Christian Ehring läuft seit
Oktober 2014 einmal im Monat im Ersten, jeden Mittwoch ist sie im NDR
Fernsehen zu sehen. Mit dem Song "Erdowie, Erdowo, Erdogan" lieferte
sie im vergangenen Jahr ihren bisher größten Coup. Redakteure der NDR
Eigenproduktion sind Andreas Lange, Christian Sieh, Sabine
Platzdasch, Klaas Butenschön, Alicia Anker und Jasmin Wenkemann.
"extra 3" ist derzeit auch für den Deutschen Fernsehpreis nominiert
und wurde im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Comedypreis in der
Kategorie "Beste Satire-Show" ausgezeichnet.
In den zwei Folgen der neu entwickelten Sendung "Gute Nacht! Die
Show vorm Einschlafen" beleuchtete Wigald Boning im Dezember im NDR
Fernsehen das Schlafen in all seinen Facetten und sprach mit seinen
Gästen über individuelle Schlafgewohnheiten und -probleme. Realisiert
wurde die Show von der "OKD Gute Unterhaltung! Produktions GmbH",
Redaktion:Franziska Kischkat und Markus Pingel.
Wie sollen wir ohne David Bowie, Manfred Krug und all die anderen
verstorbenen Prominenten weiterleben? Was macht der Brexit mit uns?
Und: Wer ist eigentlich die Person des Jahres? Das beantworteten mit
der gebotenen Gelassenheit Heinz Strunk und Olli Schulz in der NDR
Eigenproduktion "Herr Strunk, Herr Schulz und das Jahr 2016 - Der
andere Jahresrückblick" im NDR Fernsehen. Betreut wurde das erste
gemeinsame Projekt der beiden Entertainer von Christian Sieh.
Auch in "Panorama - die Show" bewahrte einer die Ruhe: Michel
Abdollahi. Der Gentleman-Journalist präsentierte in Stand-Ups,
Einspielfilmen und Aktionen im Deutschen Schauspielhaus eine Show zu
einem wichtigen Thema unserer Zeit: der Angst. Die 75-minütige
Sendung lief am 7. Oktober im NDR Fernsehen, Redakteure der
Eigenproduktion waren Dietmar Schiffermüller und Lutz Ackermann.
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Datum: 18.01.2017 - 11:32 Uhr
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