700.000 Menschen in Syrien noch immer ohne Hilfe
ID: 1445773
warten nach wie vor auf humanitäre Hilfe - und das trotz des
Waffenstillstandsabkommens, das Russland und die Türkei am 30.
Dezember initiiert haben. Zusätzlich haben sich die Bedingungen durch
den Wintereinbruch drastisch verschärft.
Zahlreiche Notleidende, darunter auch Kinder, für die sofortige
medizinische Hilfe lebenswichtig ist, können nicht evakuiert werden.
Im Link weiter unten in dieser Pressemeldung finden Sie das Foto
eines 10-jährigen Jungen in Madaya, der vor über einem Monat während
eines Raketenangriffs schwer verletzt wurde. Da er die Stadt nicht
verlassen konnte, fürchtet seine Familie, dass er sein Augenlicht
verliert, weil er vor Ort nicht ausreichend behandelt werden kann.
Nach dem Ende der Belagerung von Ost-Aleppo leben laut UN immer
noch ca. 700.000 Menschen, davon 300.000 Kinder in bis zu 15 über
ganz Syrien verteilten besetzten Gebieten. Bislang hat nur eine
einzige Region dieses Jahr Hilfe erhalten: Ein Konvoi erreichte am 7.
Januar Moadamiya außerhalb von Damaskus. Geliefert wurden
Nahrungsmittel, Bildungsmaterialien und einige medizinische Vorräte,
allerdings wurden Operationsinstrumente und medizinische Apparaturen
dem Konvoi entnommen, auch Notfallausrüstungen für
Lungenentzündungen.
Nach über zwei Monaten war das die erste humanitäre Hilfslieferung
in diese Gegend, im Dezember gab es nur eine einzige in das besetzte
Gebiet Khan Eshieh. Folglich haben Hunderttausende Menschen in Syrien
monatelang keine Unterstützung erhalten.
Madayas Bewohner berichten von eiskalter Witterung und haben
gleichzeitig keinerlei Heizöl, während Scharfschützen verhindern,
dass sie sich Brennholz suchen können. Die gleichen Szenen spielen
sich in den anderen belagerten Gebieten ab. Ein Lehrer aus Madaya
berichtete: "Die Situation ist schrecklich: Nicht nur werden wir
pausenlos bombardiert und von Heckenschützen beschossen. Es ist auch
eiskalt und schneit. Wir sind so müde und erschöpft."
Save the Children verlangt, dass Kinder und ihre Familien, die
seit Monaten, zum Teil schon seit Jahren eingekesselt sind und von
der Versorgung mit Essen, Wasser und medizinischer Hilfe
abgeschnitten wurden, bevorzugt behandelt werden müssen, sobald
Kampfhandlungen unterbrochen oder beendet werden. Außerdem müssen die
Konfliktparteien sofort sicherstellen, dass Hilfskonvois durchkommen
und nicht durch verzögernde Genehmigungsverfahren gestoppt werden.
Für Interviewanfragen an unsere Mitarbeiter vor Ort (Englisch)
wenden Sie sich bitte an unsere Presseabteilung.
Alle Zusatzmaterialien sind unter der Angabe ©Save the Children
kostenlos verwendbar.
Foto-Link zu dem verletzten Jungen in Madaya: http://ots.de/QCDCN
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle - Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 - 280
Mail: claudia.kepp@savethechildren.de
Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.01.2017 - 12:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1445773
Anzahl Zeichen: 3388
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 231 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"700.000 Menschen in Syrien noch immer ohne Hilfe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Save the Children Deutschland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- 2025 war das tödlichste Jahr für Kinder in der Ukraine - Zahl der betroffenen Kinder steigt 2026 weiter - Schwerwiegende Verstöße gegen Kinderrechte und internationales Recht Seit der Eskalation des Krieges vor über vier Jahren wurden in der Ukraine mehr als 3.500 Kinder getötet oder
Trotz Waffenruhe: Täglich vier Kinder im Libanon getötet oder verletzt ...
Das Inkrafttreten der Waffenruhe im Libanon hat das Land nicht sicherer für Kinder gemacht: Jeden Tag wurden seitdem im Durchschnitt mehr als vier Kinder getötet oder verletzt. Darauf verweist Save the Children im Vorfeld einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen Vertreter*innen aus Israel und dem
Sudan: Jede Minute kommen drei Kinder im Krieg zur Welt ...
Seit Ausbruch des Konflikts vor drei Jahren kamen im Sudan im Durchschnitt mindestens drei Kinder pro Minute im Krieg zur Welt. Weit verbreitete Gewalt, wiederholte Angriffe auf zivile Infrastruktur und der Zusammenbruch grundlegender Gesundheitsversorgung bringen Millionen Mütter und Neugeborene i
Weitere Mitteilungen von Save the Children Deutschland e.V.
60 Jahre erfolgreiche Arbeit / DAHW feiert Geburtstag und blickt in die Zukunft ...
Das größte Lepra-Hilfswerk Deutschlands und eines der größten weltweit feiert heute seinen 60. Geburtstag. Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe blickt dabei nicht nur auf 60 erfolgreiche Jahre zurück, sondern auch auf die Arbeit der kommenden Jahre. In insgesamt 82 Ländern war
"Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!": Breites Bündnis kritisiert "obszöne" Vermögensverteilung in Deutschland und kündigt Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf ...
Entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investitionen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend fordert ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in dem gemeinsamen Aufruf "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!&qu
Neuer CARE-Bericht: Zehn Krisen, von denen Sie 2016 nichts gehört haben / Hunger in Eritrea, Madagaskar und Nordkorea fernab der Schlagzeilen ...
Die internationale Hilfsorganisation CARE hat in einem heute veröffentlichten Bericht untersucht, welche humanitären Krisen und Naturkatastrophen im vergangenen Jahr die geringste mediale Berichterstattung erhalten haben. Die Analyse "Suffering in Silence: The 10 most underreported crises
#Menschlichkeit steht Dir am besten: Kampagne von betterplace.org und FCB Hamburg zur Flüchtlingshilfe ...
Deutschlands größte Online-Spendenplattform betterplace.org launcht mit Werbeagantur FCB Hamburg parallel zur Fashion Week Berlin das Fake-Fashionlabel "Epic Escape" mit dem Ziel, Spenden für Flüchtlinge zu sammeln. - Die neue Modemarke wird über Influencer, Social Media,




